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Darum solltest Du nach Peru reisen!

Unvergleichliche Gastfreundschaft

Jahrhunderte alte Kulturen

Wüste, Berge & der Dschungel

Atemberaubende Flora & Fauna

Die abwechslungsreichste Küche Lateinamerikas

Cuzco & Machu Picchu: Die Wiege der Inka

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Lothar Bartesch
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Highlights in Peru

Malerische Natur & historische Stätten

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Wir nehmen Dich mit nach Peru – in ein vielfältiges Naturparadies an der Westküste Südamerikas. Wer hier an die weltbekannte Ruinen-Stadt Machu Picchu und an putzige Alpakas denkt, liegt genau richtig. Darüber hinaus bietet Peru malerische Küstenstreifen, eine imposante Andenregion und das faszinierende Tiefland des Amazonas. Die Hauptstadt Lima begeistert Peru-Reisende mit exotischer Gastronomie.

Als Reisespezialist für Peru stellen wir Dir gern eine individuelle Traumreise zusammen: Besuche den Norden Perus mit seinen abgelegenen Andendörfern und tauche ein in die beeindruckende Geschichte der Inka. Im Süden stößt Du auf die mysteriösen Scharrbilder von Nasca und die Halbinsel von Paracas mit der maritimen Tierwelt. Von hier aus geht es bei einer Rundreise durch Peru weiter zu den weltberühmten Ruinen von Machu Picchu und an den farbenfrohen Titicacasee.

 

 

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Colca Canyon – Eine der tiefsten Schluchten der Welt

Colca Canyon – Eine der tiefsten Schluchten der Welt

Der Colca Canyon ist doppelt so tief wie der Grand Canyon und bekannt für seine majestätischen Andenkondore. Der Canyon liegt nordwestlich von Arequipa und erreicht Tiefen von über 3.000 Metern. Die Landschaft ist geprägt von Terrassenfeldern, schroffen Felsen und traditionellen Dörfern. Besonders beliebt ist der Aussichtspunkt „Cruz del Cóndor“, wo man die r...

Der Colca Canyon ist doppelt so tief wie der Grand Canyon und bekannt für seine majestätischen Andenkondore. Der Canyon liegt nordwestlich von Arequipa und erreicht Tiefen von über 3.000 Metern. Die Landschaft ist geprägt von Terrassenfeldern, schroffen Felsen und traditionellen Dörfern. Besonders beliebt ist der Aussichtspunkt „Cruz del Cóndor“, wo man die riesigen Kondore mit etwas Glück im Flug beobachten kann. Wanderungen durch den Canyon bieten spektakuläre Ausblicke und Einblicke in das Leben der lokalen Bevölkerung.

Cusco – Historische Hauptstadt des Inkareichs

Cusco – Historische Hauptstadt des Inkareichs

Cusco vereint koloniale Architektur mit Inka-Erbe und ist das kulturelle Herz Perus. Die Stadt liegt auf über 3.300 Metern Höhe und war einst das Zentrum des Inkareichs. Heute beeindruckt Cusco mit einer Mischung aus spanischen Kolonialbauten und gut erhaltenen Inka-Mauern. Der zentrale Platz, die Plaza de Armas, ist von Kirchen und historischen Gebäuden umge...

Cusco vereint koloniale Architektur mit Inka-Erbe und ist das kulturelle Herz Perus. Die Stadt liegt auf über 3.300 Metern Höhe und war einst das Zentrum des Inkareichs. Heute beeindruckt Cusco mit einer Mischung aus spanischen Kolonialbauten und gut erhaltenen Inka-Mauern. Der zentrale Platz, die Plaza de Armas, ist von Kirchen und historischen Gebäuden umgeben. Cusco ist auch Ausgangspunkt für Reisen nach Machu Picchu und ins Heilige Tal.

Machu Picchu – Verlorene Stadt der Inka in den Anden

Machu Picchu – Verlorene Stadt der Inka in den Anden

Die geheimnisvolle Inka-Stadt liegt spektakulär auf einem Bergrücken und zählt zu den beeindruckendsten archäologischen Stätten der Welt. Machu Picchu thront auf etwa 2.400 Metern Höhe inmitten der grünen Anden und wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Die Ruinenstadt blieb der Außenwelt lange verborgen und wurde erst 1911 wiederentdeckt. Ihre exakte Funktion ist ...

Die geheimnisvolle Inka-Stadt liegt spektakulär auf einem Bergrücken und zählt zu den beeindruckendsten archäologischen Stätten der Welt. Machu Picchu thront auf etwa 2.400 Metern Höhe inmitten der grünen Anden und wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Die Ruinenstadt blieb der Außenwelt lange verborgen und wurde erst 1911 wiederentdeckt. Ihre exakte Funktion ist bis heute nicht vollständig geklärt, was den Ort noch faszinierender macht. Besucher erreichen Machu Picchu entweder mit dem Zug oder über den berühmten Inka-Trail – ein unvergessliches Erlebnis.

Nazca-Linien – Rätselhafte Scharrbilder in der Wüste

Nazca-Linien – Rätselhafte Scharrbilder in der Wüste

Die riesigen Geoglyphen sind nur aus der Luft vollständig sichtbar und geben bis heute Rätsel auf. In der Wüste von Nazca befinden sich hunderte Linien, Figuren und geometrische Formen, die vor über 1.500 Jahren in den Boden gezeichnet wurden. Manche stellen Tiere wie Kolibris, Affen oder Spinnen dar und sind bis zu 300 Meter lang. Ihre genaue Bedeutung ist u...

Die riesigen Geoglyphen sind nur aus der Luft vollständig sichtbar und geben bis heute Rätsel auf. In der Wüste von Nazca befinden sich hunderte Linien, Figuren und geometrische Formen, die vor über 1.500 Jahren in den Boden gezeichnet wurden. Manche stellen Tiere wie Kolibris, Affen oder Spinnen dar und sind bis zu 300 Meter lang. Ihre genaue Bedeutung ist unklar – Theorien reichen von astronomischen Kalendern bis zu religiösen Symbolen. Rundflüge über die Linien bieten einen spektakulären Blick auf dieses UNESCO-Weltkulturerbe.

Titicacasee – Der höchste schiffbare See der Welt

Titicacasee – Der höchste schiffbare See der Welt

Der Titicacasee liegt auf über 3.800 Metern Höhe und ist reich an Mythen, Kultur und schwimmenden Inseln. Der See erstreckt sich über Peru und Bolivien und gilt als Geburtsort der Inka-Zivilisation. Besonders bekannt sind die Uros-Inseln, die aus Schilf gebaut sind und von indigenen Gemeinschaften bewohnt werden. Die Region bietet eine einzigartige Mischung a...

Der Titicacasee liegt auf über 3.800 Metern Höhe und ist reich an Mythen, Kultur und schwimmenden Inseln. Der See erstreckt sich über Peru und Bolivien und gilt als Geburtsort der Inka-Zivilisation. Besonders bekannt sind die Uros-Inseln, die aus Schilf gebaut sind und von indigenen Gemeinschaften bewohnt werden. Die Region bietet eine einzigartige Mischung aus Natur, Spiritualität und traditionellem Leben. Bootsfahrten und Besuche bei lokalen Familien ermöglichen authentische Einblicke.

So geht’s

Der bequeme Weg zur individuellen Reise
  • 1. Inspirieren

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  • 2. Vorschlagen

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Das hat mich begeistert
Unser Mitarbeitertipp

„Person steht auf einer Anhöhe mit Blick über die Ruinen von Machu Picchu, umgeben von steilen, grünen Bergzügen und dem markanten Huayna Picchu im Hintergrund.“
Sarah Meile — Beratung & Verkauf

Andere Perspektiven sind manchmal sehr interessant. Wandern auf den Machu Picchu ab Aguas Calientes macht keinen Spaß, denn der Weg führt praktisch die Straße entlang. Die Alternative ist der Inka-Trail, der direkt 4 bis 5 Tage in Anspruch nimmt sich für begeisterte Wanderer absolut lohnt. Für weniger Zeit eignet sich der Putukusi Mountain. Der witzig klingende Berg liegt auf der anderen Talseite und bietet eine tolle Aussicht rüber auf den Machu Picchu. Dazu ist die Wanderung ein Highlight, jedoch sollte man schwindelfrei sein. Ab Aguas Calientes führt ein steiler Weg mit einer interessanten Kletterpartie über eine lange, lange Holzleiter auf den Gipfel. Oben angekommen, hat man eine tolle Aussicht und freut sich über ein Getränk oder eine kleine Stärkung, die hoffentlich im Rucksack wartet.

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Vielfältiges Reisen in Peru

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Aktivurlaub in Peru

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Vor allem für Urlauber, die aktiv sein möchten, hat Peru einiges zu bieten. Ob bei abenteuerlichen Wanderungen durch Schluchten und über Berge oder bei mehrtägigen Wanderritten, beim Wellenreiten an echten Traumstränden oder Wildwasser-Rafting, in Peru wird garantiert niemandem langweilig!

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Entdecke das magische Land der Inka!

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Majestätische Anden, ursprüngliche Regenwälder, endlose Wüsten und das wohl faszinierendste Relikt der Vorkolonialzeit: Machu Picchu. Lass Dich während einer Reise in Peru von diesem abwechslungsreichen Land in seinen Bann ziehen!

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Gruppenreisen in Peru

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Das sagen unsere Kunden über uns

Häufig gestellte Fragen zu Peru

Wann ist die beste Reisezeit für Peru?

Peru teilt sich in verschiedene Klimazonen auf und somit gibt es für die verschiedenen Regionen auch unterschiedlich günstige Reisezeiten. Dennoch kann man ganz allgemein sagen, dass die Zeit von Mitte März bis November optimal ist. Denn im Dezember beginnt die Regenzeit in den Anden und dauert bis in den frühen März an. Zudem wird im Februar in der Regel der Inkatrail aufgrund von Wartungsarbeiten geschlossen, sodass dieser zu Beginn des Jahres nicht bewandert werden kann.

Im April beginnt die Trockenzeit und in den Anden ist direkt nach Ende der Regenzeit alles noch herrlich grün. Ein weiterer Vorteil der Reisezeit April/Mai ist der, dass auch in Lima und an der Küste noch angenehmes Wetter herrscht. Denn hier bricht im Juni der Winter ein, der in Lima zumeist grau und feucht ist. Es regnet zwar nicht viel, aber die Sonne kommt selten durch die Wolken.

Im Juni beginnt der Winter in Peru und in den Anden wird es, insbesondere nachts, empfindlich kalt. Doch einen Vorteil hat der Winter: Es regnet kaum. Ab September wird es dann langsam wärmer und der Oktober bietet erneut, wie auch der April und Mai, eine optimale Reisezeit.

Theoretisch kann man Peru das ganze Jahr besuchen und auch über Weihnachten und Silvester ist das Land eine Reise wert – jedoch mit einigen Abstrichen und der Gefahr, auch einmal Regen ausgesetzt zu sein. Diesem kann man zudem im Dschungel so gut wie nie entfliehen. Egal zu welcher Jahreszeit, im Regenwald regnet es eben – aber nie halten die Schauer lange an und was wäre ein Aufenthalt im Dschungel ohne ein kräftiges Gewitter?!

Komm nach Peru und genieße die abwechslungsreichen Klimazonen – es ist fast alles mit im Programm, von Sonne über Regen sowie Wärme und Kälte. Und vielleicht entdeckst Du in den Anden ja sogar noch ein wenig Schnee!

Wie lange soll ich in Peru reisen?

Für eine Reise nach Peru empfiehlt sich ein Aufenthalt von mindestens zwei bis drei Wochen, um die Vielfalt des Landes wirklich erleben zu können. In dieser Zeit lassen sich die wichtigsten Regionen – die Anden mit Cusco und Machu Picchu, das Heilige Tal, der Titicacasee, die Küstenregion rund um Lima sowie der Amazonas-Regenwald – gut miteinander kombinieren. Wer mehr Zeit mitbringt, kann auch abgelegenere Ziele wie Arequipa, den Colca-Canyon oder den Norden Perus mit seinen archäologischen Stätten einplanen.

Ein kürzerer Aufenthalt von etwa 10 Tagen ist ebenfalls möglich, sollte sich dann aber auf eine bestimmte Region konzentrieren, etwa die Anden rund um Cusco oder eine Kombination aus Lima, Cusco und Machu Picchu.

Welche Route ist in Peru empfehlenswert?

Eine empfehlenswerte Route für eine Rundreise durch Peru beginnt meist in Lima, wo sich ein kurzer Aufenthalt zur Erkundung der kolonialen Altstadt und der modernen Stadtviertel wie Miraflores und Barranco anbietet. Von dort aus geht es weiter nach Arequipa, der „weißen Stadt“, mit einem Abstecher zum beeindruckenden Colca-Canyon, wo mit etwas Glück Andenkondore beobachtet werden können. Anschließend führt die Reise zum Titicacasee, dem höchstgelegenen schiffbaren See der Welt, mit Besuchen der schwimmenden Uros-Inseln und traditionellen Gemeinden auf Taquile oder Amantaní.

Ein Höhepunkt jeder Peru-Reise ist die Region rund um Cusco und das Heilige Tal der Inka, mit archäologischen Stätten wie Pisac und Ollantaytambo. Von hier aus lässt sich Machu Picchu entweder per Zug oder über eine mehrtägige Wanderung wie den Inka-Trail erreichen. Zum Abschluss bietet sich ein Abstecher in den Amazonas-Regenwald an – etwa nach Puerto Maldonado oder Iquitos – für ein intensives Naturerlebnis mit Dschungellodges, Bootsfahrten und Tierbeobachtungen.

Diese Route lässt sich flexibel anpassen und bietet eine ausgewogene Mischung aus Kultur, Natur und Abenteuer.

Wie lange fliegt man nach Peru?

Aktuell gibt es keine Direktflüge von Deutschland nach Peru und alle Flüge nach Lima sind Umsteigeverbindungen. So fliegt zum Beispiel die Lufthansa von Frankfurt nach Bogotá in Kolumbien, von dort geht es weiter nach Lima. Von vielen europäischen Flughäfen wie z.B. Amsterdam, Madrid und London gibt es jedoch Direktflüge, deren Dauer abhängig vom Abflughafen ist, aber bei ca. 12 Stunden liegt.

Wie viel beträgt die Zeitverschiebung Mitteleuropa und Peru?

Peru liegt in der Zeitzone UTC -5. Übersetzt bedeutet dies, dass Peru in der deutschen Sommerzeit 7 und in der deutschen Winterzeit 6 Stunden hinter Deutschland liegt. Ist es in Peru 9 Uhr morgens, ist es in Deutschland, abhängig von der Jahreszeit, entweder 15 bzw. 16 Uhr.

Welche Tiere kann man in Peru in freier Wildbahn sehen?

In Peru kann man in freier Wildbahn eine beeindruckende Vielfalt an Tieren beobachten. Im Amazonasgebiet leben Jaguare, Faultiere, Affen und bunte Vögel wie Aras und Tukane. In den Anden trifft man auf Lamas, Alpakas, Vikunjas und mit etwas Glück den Andenkondor oder den seltenen Brillenbär. An der Küste, etwa bei den Ballestas-Inseln, sind Seelöwen, Humboldt-Pinguine und Delfine zu sehen – und zwischen Juli und Oktober sogar Wale. Peru bietet damit einzigartige Möglichkeiten zur Tierbeobachtung in verschiedensten Landschaften.

Welche Weinregionen Perus sollten besucht werden?

Peru hat zwar keine weltbekannten Weinregionen wie Chile oder Argentinien, doch es gibt einige spannende Gebiete, die sich für einen Besuch lohnen. Die bekannteste Weinregion ist das Ica-Tal, südlich von Lima. Hier befinden sich traditionsreiche Weingüter wie Tacama, Tabernero und Vista Alegre, die neben Wein auch den berühmten Pisco produzieren. Die Region bietet Weinproben, Führungen und wunderschöne Landschaften.

Weitere interessante Weinregionen sind Moquegua, Tacna und Chincha, die ebenfalls für ihre Pisco- und Weinproduktion bekannt sind. Auch Lunahuaná, etwa drei Stunden von Lima entfernt, ist ein beliebtes Ziel für Wein- und Pisco-Liebhaber, besonders wegen seiner charmanten kleinen Bodegas.

Was ist typisch peruanisches Essen?

Typisch peruanisches Essen ist vielfältig, bunt und stark von den geografischen Regionen des Landes geprägt – Küste, Anden und Amazonas. Zu den bekanntesten Gerichten gehört Ceviche, roher Fisch, mariniert in Limettensaft mit Zwiebeln, Chili und Koriander – ein Klassiker an der Küste. In den Anden sind Lomo Saltado (Rindfleischstreifen mit Zwiebeln, Tomaten und Pommes, oft mit Reis serviert) und Aji de Gallina (Hähnchen in einer cremigen Chili-Walnuss-Sauce) sehr beliebt. Auch Papa a la Huancaína – Kartoffeln mit einer würzigen Käse-Chili-Sauce – ist ein typisches Gericht.

In ländlichen Regionen wird auch Cuy (Meerschweinchen) traditionell zubereitet, meist gegrillt oder gebraten. Aus dem Amazonas stammen exotischere Speisen mit Fisch, Kochbananen und Maniok. Und nicht zu vergessen: Pisco Sour, der Nationalcocktail aus Pisco, Limettensaft, Zucker und Eiweiß.

Facts von A-Z

AA-Automobilclubs

Peru ist nicht unbedingt ein Land, das gut mit dem eigenen Mietwagen erkundet werden kann und die Idee der Automobilclubs ist weitestgehend unbekannt. Wir empfehlen eine organisierte Tour entweder in der Gruppe oder individuell.

Alkohol

Peruaner sind ein feierwütiges Volk und genießen gern zum Essen oder zur Party ein Bier oder einen Pisco Sour. Der Umgang mit Alkohol ist locker, in einigen öffentlichen Bereichen und Gegenden jedoch verboten. Hier solltest Du die Gegebenheiten vor Ort beachten. Alkohol am Steuer ist auch in Peru ein strafrechtliches Vergehen und wird entsprechend hart geahndet.

Amtssprache

Die Amtssprachen in Peru sind Spanisch, Quechua und Aymara. Circa 70 % der Bevölkerung spricht Spanisch, 24 % Quechua und 6 % Aymara.

Apotheken

Peru ist das Land der Apotheken (Farmacias). Besonders in den großen Städten wirst Du an jeder Ecke fündig werden und die großen Ketten sind hervorragend bestückt. Nur auf dem Land kann es einmal eng werden, leichte Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol findet man fast überall.

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke sollte dennoch auf keiner Peru-Reise fehlen, besonders dann, wenn es in wirklich abgelegene Gegenden geht.

Banken

Banken haben in Peru in der Regel von montags bis freitags von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, auf dem Land können abweichende Öffnungszeiten gelten. Die Währung Perus ist der Nuevo Sol, in touristischen Zentren werden oft auch US-Dollar akzeptiert. Viele Bankautomaten akzeptieren EC- sowie Kreditkarten.

Einwohnerzahlen

Peru hat circa 33 Mio. Einwohner (Stand 2025).

Elektrizität

Die Stromspannung beträgt in Peru, wie in Deutschland auch, V220. Einen Reiseadapter benötigst Du dennoch, da die deutschen Steckdosen des Typs C nicht flächendeckend vorhanden sind. Wenn Du auf Nummer sicher gehen möchtest, besorgst Du Dir vor Abreise einen Adapter des Typs A & B.

Feiertage

  • 1. Januar: Neujahr
  • Februar/März: Karneval
  • April: Ostern
  • 1. Mai: Tag der Arbeit
  • Juni: Fronleichnam
  • 14. Juni: Tag der Bauern
  • 29. Juni: Peter und Paul
  • 28. Juli: Unabhängigkeitstag
  • August: Mariä Himmelfahrt
  • 30. August: Tag der Heiligen Rosa von Lima
  • 8. Oktober: Tag der Marine
  • 9. Oktober: Tag der Nationalen Würde
  • 1./2. November: Allerheiligen
  • 8. Dezember: Fest der Unbefleckten Empfängnis
  • 25. Dezember: Weihnachten
  • 31. Dezember: Silvester

Grenzübergänge

Peru hat Landesgrenzen zu Ecuador, Kolumbien, Bolivien, Brasilien und Chile. Relevant für Dich als Reisender ist zunächst einmal der Grenzübergang in Lima – wenn Du in das Land einreist. Fast alle Touristen starten in Peru in der Hauptstadt.

Nach Bolivien geht es in der Regel über zwei Grenzübergänge, entweder auf dem Weg vom Titicacasee nach La Paz über die Grenze bei Desaguadero oder bei der Einreise über Copacabana in Bolivien. Nach Chile reist man in der Regel über Arica ein.

Alle Grenzübergänge sind unkompliziert, wenn auch ein wenig wuselig und gewöhnungsbedürftig für Europäer. In der Regel reisen Touristen nicht über den Landweg nach Kolumbien oder Brasilien ein – der Aufwand und die Strecken sind dafür viel zu hoch bzw. weit. Nach Ecuador kommt man im Norden des Landes ganz unkompliziert über den Landweg.

Hauptstadt

Die Hauptstadt des Landes ist Lima, sie ist auch die mit Abstand größte Stadt des Landes und 1/3 der peruanischen Bevölkerung lebt in dem Konglomerat. Offiziell leben ca. 9 Mio. Einwohner in Lima, die Dunkelziffer wird aufgrund nicht gemeldeter Personen sicherlich höher sein.

Lima erstreckt sich über eine Fläche von ca. 2.672 Quadratkilometern und dehnt sich Richtung Nord und Süd aus, da die Stadt im Westen vom Pazifik und im Osten von den Anden begrenzt wird. Lima gliedert sich in 43 Distrikte und verfügt über den internationalen Flughafen Jorge Chávez.

Kleidung

In Peru fällt man in der Regel nicht auf: Hier geht quasi alles. Bei der Wahl der Kleidung empfehlen wir Dir, diese vom Klima bzw. dem Wetter abhängig zu machen.

An der Küste ist es im peruanischen Sommer oft heiß – kurze Hosen und Oberteile sind zu empfehlen. Nur in religiösen Stätten solltest Du darauf achten, die Schultern zu bedecken und keine allzu kurzen Hosen zu tragen. Im Hochland kann es insbesondere abends sehr kalt werden und auch im peruanischen Sommer empfiehlt es sich, in den Abendstunden eine leichte Jacke dabei zu haben.

Am Titicacasee und oben in den Anden empfiehlt sich zu jeder Zeit, ausreichend Kleidung für mehrere Lagen (Zwiebelsystem) dabei zu haben – es kann sehr kalt werden, insbesondere in den Monaten von April bis September. Für den Dschungel empfehlen sich lange helle Baumwollkleidung zum Schutz vor Moskitos sowie regenabweisende bzw. -feste Kleidung.

Insgesamt sind Peruaner leger gekleidet und auch abends kann man problemlos Restaurants, Bars oder Kneipen besuchen, ohne Sorge zu haben, dass man mit seinen Trekkingschuhen abgewiesen wird.

Kreditkarten

In den Städten und touristischen Gegenden Perus sowie in den meisten Hotels & Restaurants werden Kreditkarten als Zahlungsmittel akzeptiert. Hier sollte man jedoch auf die gängigen drei – Mastercard, VISA und American Express – setzen.

In den ländlichen Gegenden hingegen kommt man oft ausschließlich mit Bargeld weiter, sodass man sicherstellen sollte, ausreichend davon dabei zu haben bzw. Geld an Automaten “etappenweise” so zu ziehen, dass man gut zum nächsten Automaten kommt. Denn auch wenn Bargeld grundsätzlich immer am Mann bzw. der Frau sein sollte, ist man gut beraten, kein Bargeld in Massen durch Peru zu tragen.

Oft bekommt man auch mit der EC-Karte an Automaten Bargeld. In beiden Fällen, EC- und Kreditkarte, sollte man sich vorab über mögliche Gebühren erkundigen. Einige Kreditinstitute bieten Kreditkarten an, mit denen man weltweit kostenlos Bargeld abheben kann.

Mehrwertsteuer (Value Added Tax, VAT)

Die Mehrwertsteuer (IGV = Impuesto General a la Venta) beträgt in Peru aktuell (Stand September 2017) 18 % und ist bereits in allen ausgeschriebenen Preisen inkludiert.

Religionen

Peru ist – aufgrund der spanischen Eroberer und deren Missionierung – ein sehr christlich geprägtes Land. Circa 81 % der Peruaner sind römisch-katholisch und weitere 12,5 % evangelisch. Die verbleibenden 6,5 % verteilen sich auf kleinere Stammesreligionen und Peruaner, die sich keiner Religion zugehörig fühlen.

Religion spielt in Peru auch heute noch eine große Rolle und findet im alltäglichen Leben sowie im Zelebrieren verschiedener religiöser Feste Ausdruck.

Post

Die peruanische Post “Serpost” hat Filialen im gesamten Land und verschickt national sowie international. Fraglich ist jedoch die Zuverlässigkeit, da hin und wieder Briefe und Pakete auf dem Weg von oder nach Peru verloren gehen.

Zusätzlich zu Serpost haben auch die großen internationalen Dienstleister wie DHL und UPS einen festen Platz in Peru und bieten ihren Service an.

Sonnenschutz

In Peru bewegst Du Dich in verschiedenen Klimazonen, dabei unter anderem in großer Höhe in den peruanischen Anden. Entsprechend bist du auf bis zu 4.500 Metern eben auch 4.500 Meter näher an der Sonne. Ausreichender Sonnenschutz ist von Nöten und sollte in keinem Reisegepäck fehlen. Lichtschutzfaktor 30 und mehr sind hier empfehlenswert.

Achte insbesondere in Gegenden wie dem Titicacasee, im Colca Canyon, in der Cordillera Blanca etc. auf ausreichenden Schutz – auch wenn es aufgrund der Höhe nicht heiß ist, ist die Sonneneinstrahlung immens.

Staatsform

Auch wenn Peru rein rechtlich gesehen eine semipräsidiale Republik mit einem Ministerpräsidenten ist, vereint der Präsident dieses Amt als Regierungschef in einer Position. Somit ist Peru faktisch eine Präsidentialrepublik.

Es gibt verschiedene Parteien mit unterschiedlich großem Einfluss und auch wenn die vergangenen Jahre viel Ruhe ins Land gebracht haben, findet man in der Demokratie noch immer große Defizite.

Strom

Die Spannung in Peru beträgt wie in Deutschland 220 V.

Verkehrsregeln

Verkehrsregeln gibt es in Peru nicht – das könnte man zumindest denken, wenn man vom Flughafen in Lima in die Innenstadt fährt. Doch auch das Chaos hat seine Regeln, die in Peru jedoch nicht so ernst genommen werden wie in Deutschland.

In Peru herrscht Rechtsverkehr und auch hier sollte man an roten Ampeln halten. Mit den peruanischen Polizisten ist zumeist nicht zu spaßen. Wir empfehlen, die Regeln zu befolgen und sich damit keinen Konfrontationen auszusetzen.

Währung

Der Sol (PEN) ist die offizielle Währung in Peru. Unterteilt wird ein Sol in 100 Centavos. Als Zweitwährung gilt der US-Dollar, mit den in touristischen Gegenden in größeren Hotels und Restaurants ebenso bezahlt werden kann.

Zurzeit beträgt 1 PEN etwa 0,24 EUR (Stand 07/2025).

Wasser

Wasser gibt es an Straßenständen, in Supermärkten, Restaurants etc. günstig zu kaufen. Vermeide es, Wasser direkt aus dem Hahn zu trinken – es ist selten als Trinkwasser geeignet und kann ernstzunehmende Magenprobleme zur Folge haben.

Länderinfos Peru

Klima

Beste Reisezeit

Der Winter dauert von Juni bis September. In dieser Zeit ist es in den Bergen klar, in den Küstengebieten dagegen oft neblig. An der Küste und um Lima ist von Dezember bis April Sommer, im Dschungel und in den Bergen ist die Regenzeit von November bis März.

Pass- und Visabestimmungen

Reisepassinformationen

Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss während eines visumfreien Aufenthalts und am Ausreisetag gültig sein. Bei visumpflichtigen Aufenthalten muss der Reisepass bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und über mindestens eine freie Seite verfügen.

 

Hinweis: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab. Deutsche Reisende benötigen für die Einreise nach Deutschland einen mindestens gültigen Reisepass / Personalausweis. Bei Transit über Drittländer wird grundsätzlich ein Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten empfohlen.

Anmerkung zum Reisepass

Pass- und Visabestimmungen können sich ändern, und Fluggesellschaften können unterschiedliche Anforderungen stellen. Die Angaben sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Reisende sollten sich vor der Abreise bei der zuständigen Botschaft informieren, besonders bei einem Transit über ein Drittland. Für Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.

Visainformationen

Einreisebestimmungen, Visum & Einreisedokumente für Peru:

Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige ist die Einreise nach Peru für rein touristische oder geschäftliche Aufenthalte visumfrei. Bei der Einreise wird eine visumfreie Aufenthaltsdauer von in der Regel bis zu 90 Tagen (rechtlich maximal bis zu 183 Tage pro Zeitraum von 365 Tagen im Ermessen der Grenzbeamten) im Pass vermerkt.

Erforderliche Reisedokumente für die Einreise:

  • Reisepass: Der Reisepass (oder vorläufige Reisepass) muss zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Ein Personalausweis reicht für die Einreise aus Europa nicht aus.
  • Ausreisenachweis: Bei der Einreise bzw. beim Check-in am Abflughafen muss ein Nachweis über die Weiter- oder Rückreise (z. B. Rückflugticket nach Europa oder Ausreiseticket in ein Nachbarland) vorgelegt werden.
  • Finanzierungsnachweis: Auf Verlangen der Grenzbehörden muss stellenweise ein stichprobenartiger Nachweis ausreichender finanzieller Mittel für die Aufenthaltsdauer vorgelegt werden können.

Virtuelle Einreisekarte (TAM Virtual):

Die frühere Papier-Einreisekarte (Tarjeta Andina de Migración) wurde an allen internationalen Flughäfen, Seehäfen und Landgrenzen durch die TAM Virtual ersetzt. Die Einreisedaten werden beim Scannen des Reisepasses von der Migrationsbehörde (Migraciones Perú) rein elektronisch erfasst. Das Aufrufen der digitalen TAM ist online über das behördliche Portal möglich – dies dient unter anderem Hotels als Nachweis, um ausländische Touristen von der lokalen Mehrwertsteuer (IGV) zu befreien.

Elektronisches Visumsystem e-SAMI:

Reisende visumpflichtiger Nationalitäten oder Personen, die für sonstige Zwecke (z. B. Längere Arbeits- oder Studienaufenthalte) ein Visum benötigen, stellen ihre Anträge digital über das behördliche System e-SAMI (Sistema de Administración Migratoria Integral) der peruanischen Außenministeriums- und Konsularbehörden.

Kosten

Für visumpflichtige Staatsangehörige anderer Nationalitäten, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz besitzen, wird die Visumgebühr bei Antragstellung an den peruanischen Konsulaten erhoben:

  • Touristen- & Geschäftsvisum: ca. **30 US-Dollar** (entspricht 30 Soles Consulares).
  • Zahlungsmodalitäten: Die Entrichtung der Gebühren erfolgt im jeweiligen Konsulat (z. B. in Berlin, Frankfurt, Wien oder Bern) in der Regel bargeldlos per Banküberweisung oder Barzahlung in Euro bzw. Schweizer Franken zum jeweils aktuellen konsularischen Umrechnungskurs.

Hinweis: Staatsangehörige der EU-Länder sowie der Schweiz benötigen für rein touristische und geschäftliche Aufenthalte kein Visum; die Visumgebühr entfällt bei der direkten visumfreien Einreise vollkommen.

Visaarten und Kosten

U.a. Touristen-, Geschäfts-, Studenten- und Transitvisum. Einzelheiten von der Botschaft.

Gültigkeit

Touristenvisum: 12 Monate gültig für eine Aufenthaltsdauer von max. 90 Tagen.
Geschäftsvisum: 12 Monate gültig für eine Aufenthaltsdauer von max. 90 Tagen.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Std. mit dem selben Flugzeug oder dem nächsten Anschlussflug weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über reservierte Sitzplätze verfügen, benötigen kein Transitvisum. Gültige Reisedokumente und die Bestätigung der Platzreservierung müssen vorgelegt werden.

Persönlich im Konsulat bzw. in der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen). Postalische Anträge werden nur in Ausnahmefällen bearbeitet.

Antrag erforderlich

Visumbeantragung (über das e-SAMI Online-Portal):

Staatsangehörige, die visumpflichtig sind oder ein Visum für besondere Aufenthaltszwecke benötigen, leiten ihren Antrag digital über das behördliche Portal e-SAMI (Sistema de Atención a Migraciones en el Exterior) ein. Über das Portal werden die erforderlichen Dokumente hochgeladen und die Bearbeitung nachverfolgt.

Mitzubringende / hochzuladende Unterlagen (Touristenvisum):

  • Digitales Antragsformular (über das e-SAMI-Portal ausgefüllt).
  • Farbiges Passfoto im digitalen Format.
  • Reisepass, der bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
  • Buchungsbestätigung für die Rück- oder Weiterreise sowie ein Unterkunftsnachweis (z. B. Hotelreservierung) bzw. Einladung.
  • Nachweis ausreichender finanzieller Mittel (z. B. Kopie des letzten Kontoauszugs).
  • Nachweis über den Wohnsitz im Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Konsularvertretung (z. B. Aufenthaltstitel oder Meldebescheinigung).
  • Privatreisen: Einladungsschreiben (vom peruanischen Notar / Außenministerium legalisiert) oder bestätigte Hotelbuchungen.
  • Zahlungsnachweis über die Visumgebühr über die im Portal angegebenen Zahlungswege.

Geschäftsvisum (zusätzliche Unterlagen):

  • Firmenschreiben des Arbeitgebers mit Angabe von Reisedauer, konkretem Anlass und Übernahme aller Reisekosten.
  • Einladungsschreiben des peruanischen Geschäftspartners mit detaillierter Begründung der Geschäftsreise und Angabe der zu besuchenden Partnerunternehmen in Peru.

Hinweis: Nach der Online-Prüfung der eingereichten Unterlagen über e-SAMI kann die zuständige peruanische Konsularvertretung eine persönliche Vorsprache bzw. ein Interview zur Vorlage der Originaldokumente verlangen.

Bearbeitungsdauer

Unterschiedlich. Auskunft erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Nachweis ausreichender Geldmittel

Ausländer müssen während des Aufenthalts über ausreichende Geldmittel verfügen.

Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung

Geschäftsreisende aller Nationalitäten benötigen ein Geschäftsvisum und sind in Peru meldepflichtig. Sie müssen sich nach ihrer Ankunft bei der Superintendencia Nacional de Contribuciones (Finanzbehörde) melden.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Gelegentlich muss das Rück- bzw. Weiterflugticket vorgelegt werden. 

Aufenthaltsverlängerung

Touristen- und Geschäftsvisa sind nicht verlängerbar. 

Einreise mit Kindern

Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Allein oder in Begleitung nur eines Elternteils reisende Minderjährige unter 18 Jahren, die auch die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen (bei Aufenthalten über 90 Tagen) oder ihren Wohnsitz in Peru haben, benötigen für die Ausreise aus Peru eine von einem peruanischen Notar beglaubigte Einverständniserklärung der nicht mitreisenden Elternteile.

Einreise mit Haustieren

Für Hunde und Katzen wird ein Internationaler Impfausweis (erhältlich beim Amtstierarzt) benötigt, der Angaben zum Halter, zur Identität des Tieres und über eine Tollwutimpfungen (mind. 30 Tage alt) enthält und sowohl vom Amtstierarzt als auch von der ihm übergeordneten deutschen, österreichischen oder schweizer Dienststelle (in Berlin ist dies das Standesamt Berlin I) und schließlich vom zuständigen peruanischen Konsulat beglaubigt werden muss. Benötigt wird auch eine amtstierärztliche Bescheinigung, dass das Tier frei von Krankheiten ist, welche ebenfalls den beschriebenen Beglaubigungsweg durchlaufen muss. Eine Quarantäne ist dann in Peru nicht notwendig.

Reisepassinformationen

Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss während eines visumfreien Aufenthalts und am Ausreisetag gültig sein. Bei visumpflichtigen Aufenthalten muss der Reisepass bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und über mindestens eine freie Seite verfügen.

 

Hinweis: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab. Deutsche Reisende benötigen für die Einreise nach Deutschland einen mindestens gültigen Reisepass / Personalausweis. Bei Transit über Drittländer wird grundsätzlich ein Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten empfohlen.

Visainformationen

Einreisebestimmungen, Visum & Einreisedokumente für Peru:

Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige ist die Einreise nach Peru für rein touristische oder geschäftliche Aufenthalte visumfrei. Bei der Einreise wird eine visumfreie Aufenthaltsdauer von in der Regel bis zu 90 Tagen (rechtlich maximal bis zu 183 Tage pro Zeitraum von 365 Tagen im Ermessen der Grenzbeamten) im Pass vermerkt.

Erforderliche Reisedokumente für die Einreise:

  • Reisepass: Der Reisepass (oder vorläufige Reisepass) muss zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Ein Personalausweis reicht für die Einreise aus Europa nicht aus.
  • Ausreisenachweis: Bei der Einreise bzw. beim Check-in am Abflughafen muss ein Nachweis über die Weiter- oder Rückreise (z. B. Rückflugticket nach Europa oder Ausreiseticket in ein Nachbarland) vorgelegt werden.
  • Finanzierungsnachweis: Auf Verlangen der Grenzbehörden muss stellenweise ein stichprobenartiger Nachweis ausreichender finanzieller Mittel für die Aufenthaltsdauer vorgelegt werden können.

Virtuelle Einreisekarte (TAM Virtual):

Die frühere Papier-Einreisekarte (Tarjeta Andina de Migración) wurde an allen internationalen Flughäfen, Seehäfen und Landgrenzen durch die TAM Virtual ersetzt. Die Einreisedaten werden beim Scannen des Reisepasses von der Migrationsbehörde (Migraciones Perú) rein elektronisch erfasst. Das Aufrufen der digitalen TAM ist online über das behördliche Portal möglich – dies dient unter anderem Hotels als Nachweis, um ausländische Touristen von der lokalen Mehrwertsteuer (IGV) zu befreien.

Elektronisches Visumsystem e-SAMI:

Reisende visumpflichtiger Nationalitäten oder Personen, die für sonstige Zwecke (z. B. Längere Arbeits- oder Studienaufenthalte) ein Visum benötigen, stellen ihre Anträge digital über das behördliche System e-SAMI (Sistema de Administración Migratoria Integral) der peruanischen Außenministeriums- und Konsularbehörden.

Einreise- & Sicherheitshinweise

Überblick

Stand - Mon, 24 Aug 2026 14:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Mon, 24 Aug 2026 14:42:16 +0200)

Letzte Änderungen:

Aktuelles - Verkehrsbehinderungen durch Starkregen

Gesundheit - Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen

Redaktionelle Änderungen

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und  des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.

Aktuelles

Verkehrsbehinderungen durch Starkregen

Aufgrund starker Regenfälle kommt es derzeit insbesondere auf den Straßen entlang der Pazifikküste (Panamericana) zu Behinderungen im Reiseverkehr. Es muss mit kurzfristigen Vollsperrungen und Staus aufgrund von Überschwemmungen oder Unterspülungen gerechnet werden. 

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Halten Sie sich über die lokale Lage über die regionalen Büros der peruanischen Touristeninformation "iPeru" und die Medien informiert und beachten Sie Hinweise der staatlichen Behörde für Katastrophenschutz (INDECI).
  • Auf der Website der peruanischen Aufsichtsbehörde für den überregionalen Straßenverkehr (SUTRAN) können Behinderungen und Sperrungen im überregionalen Straßennetz verfolgt werden.
  • Informieren Sie sich auch bei Ihrem Reiseveranstalter/Hotel über die Situation auf den Überlandstraßen. Planen Sie ausreichend Zeit ein, führen Sie stets genug Trinkwasser mit sich und machen Sie ggf. alternative Reisepläne.

Sicherheitslage 

Nach dem zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen in Peru am 7. Juni 2026 dauert die Auszählung der Stimmen weiter an; Protestaktionen und Demonstrationen verschiedener Interessengruppen sind jederzeit möglich. 

In der Metropolregion Lima und der an Lima angrenzenden Region Callao, in den Städten Trujillo und Virú (Region La Libertad) und den Städten Tumbes und Zarumilla (Region Tumbes) gilt weiterhin der Ausnahmezustand

Notstandsanordnungen gelten auch in verschiedenen anderen Regionen des Landes, siehe Sicherheit – Innenpolitische Lage. 

  • Verfolgen Sie die Sicherheitslage in den peruanischen Medien, z.B. über den Kanal der peruanischen Polizei, bleiben Sie wachsam und gehen Sie keine unnötigen Risiken ein.
  • Halten Sie sich von großen Menschenansammlungen und Demonstrationen fern.
  • Folgen Sie den Anweisungen der peruanischen Behörden.
  • Berücksichtigen Sie die Lage vor Ort bei Ihrer Reiseplanung; veranschlagen Sie ausreichend Zeit für Fahrten und Transfers und machen Sie ggf. alternative Reisepläne.
  • Versuchen Sie nicht, Blockaden zu überwinden. Dies kann zu aggressiven Reaktionen der Demonstranten führen.
  • Tragen Sie sich in die Krisenvorsorgeliste ein.

Sicherheit

Siehe Aktuelles

Terrorismus

  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

In Peru kann es immer wieder zu anlassbezogenen Protestaktionen und Demonstrationen verschiedener Interessensgruppen kommen. 

In verschiedenen Regionen des Landes (v.a.: Pataz, dem VRAEM und an der Grenze zu Ecuador) gilt der Notstand, womit einige von der Verfassung geschützten Rechte der Bevölkerung eingeschränkt sind, so u.a. das Recht auf Versammlungsfreiheit und Bewegungsfreiheit, aber auch das Recht auf Unverletzbarkeit des Wohnraums. Das Militär hat die Möglichkeit, die Polizei bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Dies hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf touristische Reisen.

  • Verfolgen Sie die aktuelle Sicherheitslage in den peruanischen Medien, so z.B. über den Kanal der peruanischen Polizei, bleiben Sie wachsam und gehen Sie keine unnötigen Risiken ein.
  • Folgen Sie den Anweisungen der peruanischen Behörden.
  • Halten Sie sich von großen Menschenansammlungen und Demonstrationen fern.
  • Fragen Sie ggf. in Ihrem Hotel nach, wie die Situation vor Ort aktuell ist, und gehen Sie keine unnötigen Risiken ein.
  • Bitte denken Sie auch daran, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen.
  • Versuchen Sie nicht, Straßenblockaden zu überwinden. Dies kann zu aggressiven Reaktionen der Demonstranten führen.
  • Begeben Sie sich nicht zum Flughafen, wenn Sie keinen bestätigten Flug haben, der Zutritt zum Flughafengebäude wird Ihnen nur gegen Vorlage eines Flugtickets gewährt.

Situation an den Grenzen zu Ecuador, Kolumbien und Brasilien

Im Zuge der verschlechterten Sicherheitslage in Ecuador (siehe auch Reise- und Sicherheitshinweise Ecuador) gilt in den fünf an Ecuador grenzenden Regionen im Norden des Landes (Tumbes, Piura, Cajamarca, Amazonas und Loreto) der Notstand und die Präsenz des Militärs und der Polizeibehörden wurde verstärkt.

Die Landgrenzen zu Ecuador bleiben für den Personenverkehr geöffnet. 

Aufgrund einer Anordnung des ecuadorianischen Innenministeriums, wonach alle nicht in Ecuador lebenden Ausländer bei Einreise auf dem Landweg ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis vorlegen müssen, kann es zu Verzögerungen bei oder Verweigerungen der Einreise von Peru nach Ecuador kommen. Weitere Informationen (auch über evtl. Ausnahmen) bieten die Reise- und Sicherheitshinweisen für Ecuador.

Im Amazonasgebiet Loreto besteht ein Konflikt um die Erdölförderung, der teilweise zur Blockade des Schiffsverkehrs auf dem Ucayali (Canal Puinahua) führt.

Im Kampf gegen den Drogenhandel wurde in einigen Provinzen der Notstand ausgerufen. Betroffen sind Provinzen des sogenannten VRAEM, also das Gebiet der Flüsse Ene, Apurímac und Mantaro und Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte; es kommt dort dennoch weiterhin zu Überfällen bewaffneter Gruppen auf Angehörige und Einrichtungen der Sicherheitskräfte. Mit Einschränkungen im Reiseverkehr ist dort zu rechnen.

  • Informieren Sie sich regelmäßig in den nationalen (sozialen) und lokalen Medien.
  • Leisten Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge.
  • Meiden Sie grundsätzlich große Menschenansammlungen, Demonstrationen sowie die Armenviertel in Großstädten.
  • Versuchen Sie nicht, Straßenblockaden zu passieren, sondern weichen Sie aus oder warten Sie die Normalisierung der Lage ab.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate in Peru und das Risiko, Opfer von Überfällen, Diebstählen oder Entführungen zu werden, sind insbesondere in den Elendsvierteln der Großstädte, im öffentlichen Nahverkehr, an Busbahnhöfen, in Einkaufsstraßen und auf Märkten hoch. 
Besonders in den Regionen um Ica, Arequipa, Puno sowie zwischen Puerto Maldonado und Cusco gibt es vereinzelte nächtliche Überfälle auf Überlandbusse sowie sexuelle Übergriffe und Waffengewalt. 
Auch auf den Strecken von Huánuco über Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto und weiter nach Yurimaguas bzw. nach Pucallpa wurden Überlandreisende überfallen.
Unweit der Stadt Iquitos (Region Loreto) kam es zu zwei Entführungen von Ausflugsbooten, bei denen die Opfer erst nach Zahlung von Lösegeld freigelassen wurden.

In Lima kommt es besonders abends in der Innenstadt und in den auch von Touristen häufig besuchten Bezirken Miraflores und Barranco zu Diebstählen, ebenso auf Märkten und in Busbahnhöfen.
Beim Besuch von Bars und Diskotheken kann es zum Einsatz von K.-o.-Tropfen kommen.

Insbesondere in Lima, Arequipa und Cusco sind Taxifahrer gelegentlich in Verbrechen wie Raub und Vergewaltigung involviert. Mit „Express-Entführungen" werden Betroffene gezwungen, Bargeld am Geldautomaten abzuheben. Raubüberfälle erfolgten auch wiederholt während des Taxitransfers vom Flughafen Lima „Jorge Chavez", der am Rande der Stadt in Callao liegt.

Touristen wurden des Öfteren gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler" missbraucht. Hierzu wurden diese oftmals längerfristig über das Internet angeworben mit dem Versuch, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.

  • Seien Sie abends in der Innenstadt von Lima und in den Bezirken Miraflores und Barranco sowie in Menschenmengen immer besonders vorsichtig.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Führen Sie keine nächtlichen Bus- und Überlandfahrten durch.
  • Organisieren Sie den Flughafentransfer nach Lima nur über die innerhalb des Ankunftsbereichs ansässigen lizensierten Taxi- und Busgesellschaften.
  • Nutzen Sie nur Taxis von offiziell zugelassenen Unternehmen, nehmen Sie kein Taxi von der Straße.
  • Seien Sie nachts möglichst nicht allein unterwegs und halten Sie sich immer in gut beleuchteten Straßen und Zonen auf.
  • Leisten Sie bei Überfällen keine Gegenwehr und provozieren Sie die Täter nicht.
  • Achten Sie bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte wie Nachtwächter, Hotelsafe und Zimmertelefon.
  • Lassen Sie Getränke nicht unbeaufsichtigt und nehmen Sie keine Getränke von Unbekannten an.
  • Tragen Sie bei Bahn- und Busreisen Wertsachen nicht im Handgepäck, sondern am Körper.
  • Verzichten Sie auf das öffentliche Vorzeigen großer Geldbeträge oder wertvollen Schmucks und Uhren und bewahren Sie diese in Fahrzeugen außer Sichtweite auf.
  • Rufen Sie im Notfall die „Policía de Turismo" (Touristenpolizei) in Lima in der Calle General Vidal 230, Tel. +511 4601060, 4600849, 4600921.
  • Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie den Inhalt des eigenen Gepäcks, siehe auch Abschnitt Strafrecht.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter und insbesondere bei Lockangeboten (z.B. Angebote über das Internet, auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen) skeptisch und wenden Sie sich ggf. an die Polizei.

Natur und Klima

Erdbeben

Peru liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, sodass es regelmäßig zu schwächeren Erdstößen und ggf. auch zu Erdbeben kommt. 

Vulkanausbrüche

Die Vulkane Sabancaya und Ubinas im Süden des Landes sind weiterhin aktiv. Es kommt vor allem zum Ausstoß von Asche, im Umkreis des Vulkans Ubinas (Region Moquegua) werden ggf. Evakuierungen angeordnet. Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region gab es jedoch bisher nicht.

Überschwemmungen

Das Klima ist im östlichen Amazonasgebiet feuchttropisch; im Hochland herrscht tropisches Hochgebirgsklima. An der Küste ist es im Sommer heiß und im Winter kühl.
Insbesondere in der Regenzeit von Dezember bis März können starke Regenfälle zu Überschwemmungen und Erdrutschen und in der Folge zu Behinderungen und Gefährdungen im Reiseverkehr führen. 

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Halten Sie sich über die lokale Lage über die regionalen Büros der peruanischen Touristeninformation "iPeru" und die Medien informiert und beachten Sie Hinweise der staatlichen Behörde für Katastrophenschutz (INDECI).
  • Informieren Sie sich bei der peruanischen Regierung bzw. Ihrem Reiseveranstalter/Hotel über die Situation auf den Überlandstraßen (jahreszeitlich kann es zu Erdrutschen kommen). Planen Sie hinreichend Zeit ein und machen Sie ggf. alternative Reisepläne.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis des Deutschen GeoForschungsZentrums vertraut.

Reiseinfos

Siehe Aktuelles und Sicherheit – Innenpolitische Lage (Situation an den Grenzen zu Ecuador, Kolumbien und Brasilien)

Infrastruktur/Verkehr

Aufgrund verschiedener Streiks lokaler und nationaler Transportgewerkschaften kann es landesweit zu Einschränkungen im Personenverkehr kommen. Diese Streiks können kurzfristig angekündigt, aber auch kurzfristig wieder abgesagt werden. Insbesondere im Großraum Lima ist auch mit Protestaktionen zu rechnen. Touristengebiete sind hiervon in der Regel nicht betroffen.

Der technische Zustand der Kleinflugzeuge, die an den Flughäfen „Maria Reiche" in Nazca und in Pisco für Flüge über die Nazca-Linien eingesetzt werden, sowie die Qualifikation der Piloten und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften entsprachen in der Vergangenheit nicht europäischem Standard. So kam es zu mehreren Zwischenfällen und mehreren Abstürzen mit Todesfolge.

Die Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Küste können über die gesamte Länge mit privaten Pkw oder öffentlichen Verkehrsmitteln befahren werden. Dies gilt auch für Fahrten in die „Sierra" (Andenhochland) nach Cajamarca, Huaraz (Callejón de Huaylas) Chanchamayo, von Pisco nach Ayacucho, von Nazca nach Cusco und weiter nach Puno, und nach Arequipa, einschließlich Cañón de Colca sowie die Weiterfahrt nach Puno. Im Landesinneren sind einige weitere Hauptverbindungsstraßen gut ausgebaut. In abgelegenen Gegenden sind Verbindungen zwischen größeren Orten oft nicht befestigt und im Hochland gelegentlich – insbesondere wegen Erdrutschen während der Regenzeit – nicht oder nur schwer befahrbar.

Bei Überlandbussen kommt es häufig zu Unfällen mit einer großen Anzahl Toter und Verletzter auch auf dem Weg nach Machu Picchu mit dem Bus über Santa Teresa und Hidroelectrica, wo unbefestigte Gebirgsstraßen befahren werden. Sicherer ist die Anreise nach Machu Picchu mit dem Zug über Aguas Calientes.

  • Informieren Sie sich daher fortlaufend über die aktuellen und zu erwartenden Witterungsbedingungen.

Die Nutzung innerperuanischer Flüge und die Mitnahme in Überlandbussen ist nur gewährleistet, wenn ein Pass (bei Busreisen reicht zumeist eine Passkopie) vorgelegt werden kann. Eine Diebstahlsanzeige ist nicht ausreichend.

  • Bei Passverlust wenden Sie sich bitte an die Botschaft oder an das Büro des für den Amtsbezirk zuständigen Honorarkonsuls.
  • Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt; siehe auch Abschnitt Gesundheit. Notfallmedizinische Dienstleistungen entsprechen, vor allem außerhalb Limas, nicht dem europäischen Niveau.
  • Informieren Sie sich bei der peruanischen Regierung bzw. Ihrem Reiseveranstalter/Hotel über die Situation auf den Überlandstraßen (jahreszeitlich kann es zu Erdrutschen kommen). Planen Sie hinreichend Zeit ein und machen Sie ggf. alternative Reisepläne.
  • Führen Sie keine Nachtfahrten mit eigenem Fahrzeug durch; es besteht ein erhöhtes Unfall- und Überfallrisiko.
  • Bewahren Sie die an den Mautstationen (peajes) ausgegebenen Tickets gut auf, da Ihnen bei Unfällen oder Pannen damit kostenlose Hilfe zusteht; Notrufnummern sind auf dem Mautticket abgedruckt.
  • Nutzen Sie bei Überlandreisen mit dem Bus möglichst nur tagsüber und nur die landesweit operierenden, größeren Busunternehmen (z. B. Cruz del Sur, Peru Hop, Oltursa sowie Excluciva).
  • Nehmen Sie Dienstleistungen stets nur von bekannten/empfohlenen Reisebüros und Reiseführern in Anspruch und lassen Sie sich nicht „auf der Straße" überreden. Fremdenführer sollten sich entsprechend ausweisen können. Die lokalen Büros von „iPeru" helfen rund um die Uhr weiter.
  • Achten Sie bei Anreise mit Flussschiffen von Pucallpa oder Yurimaguas aus/nach Iquitos auf die Qualität des Anbieters und der eingesetzten Schiffe und nutzen Sie nur moderne Schiffe. Ansonsten besteht die Gefahr schlechter hygienischer Zustände und schlechter Verpflegung an Bord.
  • Führen Sie bitte stets Ihren Reisepass mit.
  • Wenden Sie sich bei Beschwerden über die Behandlung oder vermeintliche Übervorteilung durch Hotels, Fluglinien oder Reiseunternehmen an das Amt für Verbraucherschutz INDECOPI.

Wanderungen/Bergtouren/Besuch von Nationalparks

Bergsteiger in der Region Ancash um die Stadt Huaraz können die peruanische Bergwacht „Unidad de Salvamento de Alta Montaña" vorab kontaktieren. Einige der touristischen Zentren Perus liegen in großer Höhe wie z.B. Cusco auf 3.500, Titicacasee, Puno auf 3.800 und Arequipa auf 2.400 Metern.

Die in manchen archäologischen Parks bestehenden Verbote von Picknicks, Lagerfeuern, Campen u. Ä. sollten unbedingt respektiert werden. Bei Verstößen muss mit Strafverfolgung gerechnet werden.

  • Buchen Sie in Iquitos Ausflüge in den Urwald grundsätzlich nur bei offiziellen Agenturen und keinesfalls bei informellen Anbietern auf der Straße.
  • Berücksichtigen Sie die große Höhe der genannten Reiseziele bei Ihrer Reisevorbereitung und holen Sie ggf. vorherigen ärztlichen Rat ein, siehe Gesundheit.

Führerschein

Für touristische Aufenthalte werden der deutsche und der internationale Führerschein anerkannt. Eine spanischsprachige Übersetzung des nationalen deutschen Führerscheins ist allerdings empfehlenswert.
Der internationale Führerschein gilt nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein.

Besondere Verhaltenshinweise/Spirituelle Zeremonien

Bei der Teilnahme an Schamanen-Ritualen in den peruanischen Urwaldregionen ist es durch den Genuss der halluzinogen wirkenden Mittel Ayahuasca und San Pedro bereits zu schweren Erkrankungen und sogar Todesfällen gekommen.

  • Lassen Sie sich vor der Teilnahme zu solchen Ritualen unbedingt bei „iPeru" oder bei formell registrierten Tourismusagenturen beraten und nutzen Sie keinesfalls inoffizielle Anbieter.
  • Machen Sie offiziellen Anbietern vor einer Teilnahme unbedingt vollständige Angaben zum Gesundheitszustand, um Risiken zu minimieren.

LGBTIQ

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Rechtliche Besonderheiten

Drogenbesitz und -handel gelten als Verbrechen und werden mit sehr hohen Gefängnisstrafen geahndet. Personen, bei denen Kokain oder andere Drogen gefunden werden, müssen, auch bei Mitführung „nur" kleinerer Mengen, mit sofortiger Verhaftung sowie einer Haftstrafe in Höhe von zwei bis 25 Jahren rechnen. Die Haftbedingungen in Peru sind hart und die Gefängnisse in der Regel extrem überbelegt. Hygienische Verhältnisse sowie die Versorgung mit Lebensmitteln sind schlecht.

  • Vermeiden Sie jeden Kontakt mit Drogen. Auch die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann strafrechtlich relevant sein und erhebliche Folgen haben.
  • Führen Sie keinesfalls ohne vorherige Genehmigung der peruanischen Obersten Zollbehörde Kulturgüter aus. Verstöße werden strafrechtlich verfolgt und haben zudem die Einziehung der Kulturgüter zur Folge, siehe Einreise und Zoll - Einfuhrbestimmungen.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Peruanische Sol (PEN). Die Abhebung von Bargeld an Geldautomaten ist grundsätzlich mit Kreditkarte, hingegen nur sehr eingeschränkt mit Debitkarte (Girocard) möglich. Mit Debitkarten des „V-Pay"-Systems sind grundsätzlich keine Barabhebungen möglich. Mit USD kann vielerorts direkt gezahlt werden.

Bei Problemen mit der Geldversorgung können die einschlägigen international operierenden Finanztransaktionsdienstleister in Anspruch genommen werden. EUR können zumindest in Lima, Arequipa, Puno und Cusco in Wechselstuben umgetauscht werden. Außerhalb größerer Orte ist der Umtausch von EUR und gelegentlich auch USD in PEN problematisch.

Einreise und Zoll

Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: 
Alle Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Sollte der Pass nicht die erforderliche Gültigkeitsdauer enthalten, erfolgt eine Zurückweisung an der Grenze (beziehungsweise am Flughafen), auch wenn nur ein kurzer Aufenthaltszeitraum in Peru vorgesehen ist.

Bei der Ausreise von Peru nach Ecuador auf dem Landweg muss für die Einreise nach Ecuador ein Führungszeugnis vorgelegt werden. Weitere Informationen (auch über evtl. Ausnahmen) bieten die Reise- und Sicherheitshinweise für Ecuador. 

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tagen pro Halbjahr kein Visum.

Einreisekontrolle

Bei der Einreise über einen der internationalen Flughäfen und Seehäfen (Kreuzfahrtterminals) werden die Einreise- und Aufenthaltsdaten elektronisch von der peruanischen Grenzbehörde erfasst. Die Einreise und die bewilligte Aufenthaltsdauer werden nicht im Reisepass vermerkt; sie werden in der Regel nur mündlich mitgeteilt.

Bei Überschreitung der Aufenthaltsdauer muss bei der Ausreise eine Geldstrafe in Höhe von derzeit 5 PEN pro Tag der Überschreitung bezahlt werden, bevor das Land verlassen werden kann.

Einreisende Touristen müssen gelegentlich Weiterreise- oder Rückflugtickets vorlegen, obwohl dies nicht den offiziellen Einreisevorschriften entspricht.

Die Entscheidung, welche Aufenthaltsdauer im Einzelfall bewilligt wird, obliegt den Grenzbehörden.

  • Bitte beachten Sie: es wird nicht automatisch eine Aufenthaltsdauer von 90 Tagen bewilligt, sondern diese bestimmt sich nach Ihren Angaben bei der Einreise.

Bei einer nicht registrierten Einreise auf dem Land- oder Wasserweg gehen die peruanischen Behörden von einem illegalen Aufenthalt aus, der zu erheblichen Problemen und Verzögerungen (mindestens zehn Tage) bei der Ausreise und im ungünstigen Fall zu einer kostenpflichtigen Abschiebung führen kann. Manche Grenzübergänge (etwa bei Einreise aus Bolivien oder Ecuador) können nachts nicht besetzt sein, sodass die Registrierung dort nicht erfolgen kann. In diesem Fall sollten Reisende umgehend und spätestens im nächstgrößeren Ort die Einwanderungsbehörde (Migraciones) aufsuchen.

  • Achten Sie unbedingt darauf, dass das Grenzpersonal Ihre Einreise und die bewilligte Aufenthaltsdauer korrekt vermerkt.
  • Falls das Grenzpersonal Ihnen die bewilligte Aufenthaltsdauer nicht von sich aus mitteilt, fragen Sie nach, um eine Überschreitung zu vermeiden. Diese zieht eine Strafe nach sich.
  • Bei Einreise auf dem Land- oder Wasserweg kümmern Sie sich bitte aktiv darum, einen Einreisestempel zu erhalten. Ohne diesen ist eine Ausreise aus Peru nicht möglich.
  • Reisen Sie möglichst tagsüber ein und suchen Sie notfalls bei nicht erfolgter Registrierung umgehend und spätestens im nächstgrößeren Ort die Einwanderungsbehörde auf.

Verlängerung des Aufenthalts

Eine Verlängerung der 90-tägigen Aufenthaltsdauer ist nicht möglich.
Detaillierte Informationen sind in spanischer und englischer Sprache bei der „Superintendencia Nacional de Migraciones" oder bei den peruanischen Auslandsvertretungen in Deutschland bzw. im Wohnsitzland erhältlich.

Sollte ein Daueraufenthalt in Peru angestrebt werden, muss das entsprechende notwendige Einreisevisum bei der für den Wohnort zuständigen peruanischen Auslandsvertretung beantragt werden. Für die dann in Peru zu beantragende Aufenthaltsgenehmigung wird ein aktuelles deutsches Führungszeugnis mit Apostille und Übersetzung benötigt. Dies sollte bei Einreise mitgeführt werden.

Ein- oder Ausreise über die USA

  • Beachten Sie für Reisen über die USA die Einreisebestimmungen für die USA.

Minderjährige

Zur Ausreise aus Peru ist gemäß Mitteilung der peruanischen Einwanderungsbehörde für Minderjährige, die nicht von beiden sorgeberechtigten Eltern begleitet werden, die Vorlage einer von einem peruanischen Notar oder von der zuständigen peruanischen Auslandsvertretung ausgestellten Zustimmungserklärung des nicht mitreisenden Elternteils oder eine gerichtliche Ausreisegenehmigung erforderlich:

  • für Minderjährige, die (auch) die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, bei Wohnsitz in Peru oder bei im Ausland wohnhaften Peruanern nach einem Aufenthalt in Peru von über 183 Tagen;
  • für Minderjährige, die nicht die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, bei Wohnsitz („Residencia") in Peru oder bei einem Aufenthalt in Peru von mehr als 183 Tagen.

 

  • Beachten Sie hierzu die Informationen (auf Spanisch und Englisch) der Einwanderungsbehörde "Migraciones".

Einfuhrbestimmungen

Informationen über Zollvorschriften in Peru auf Spanisch und Englisch bietet die peruanische Zollbehörde.

Die Ausfuhr von Kulturgütern bedarf der vorherigen Genehmigung der peruanischen Obersten Zollbehörde. Verstöße werden strafrechtlich verfolgt und können die Einziehung der Kulturgüter zur Folge haben.

Für die Rückreise aus Peru nach Deutschland wird in Ergänzung der allgemeinen deutschen Zollvorschriften darauf hingewiesen, dass selbst kleine Mengen von losem oder auch abgepacktem Coca-Tee vom deutschen Zoll beschlagnahmt werden und die versuchte Einfuhr von Coca-Tee einen Verstoß gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetz darstellt.

Beim Versand elektronischer Apparate, Ersatzteile, Kamerazubehör, Kosmetika u. ä. per Post oder Kurier nach Peru ist die Zollauslösung kostspielig und zeitaufwändig. Sendungen, die für Empfänger in der Provinz bestimmt sind, werden zum Teil in Lima zurückgehalten. Die Deutsche Botschaft Lima und die deutschen Honorarkonsuln in Peru können in diesem Fall nicht tätig werden.

Einreise mit einem Fahrzeug

Die temporäre Einfuhr eines Pkws oder Motorrads für Reisen in Peru ist möglich, aber kompliziert. In aller Regel erteilen die peruanischen Zollbehörden Genehmigungen für 90 Tage, die nicht verlängert werden können. Wenn das Fahrzeug nicht rechtzeitig ausgeführt wird, ist das Risiko einer Beschlagnahmung oder Enteignung sehr hoch.

Tiere

Für Haustiere muss am Schalter des National Agricultural Sanitation Service (SENASA) die Ausstellung der Einfuhrlizenz („licencia de internación") gegen eine Gebühr in Höhe von rund 50 EUR beantragt werden. Hierfür müssen ein mind. 30 Tage, höchstes 12 Monate altes Impfzeugnis gegen Tollwut sowie ein max. zehn Tage vor Ankunft ausgestelltes Gesundheitszeugnis mit Auflistung aller Impfungen vorgelegt werden. Weitere Informationen erteilt die Botschaft von Peru in Berlin.

Gesundheit

Impfschutz

Pflichtimpfungen

Bei direkter Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Aus Peru kommend kann der Nachweis einer Gelbfieberimpfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden.

Reiseimpfungen

Es sind Impfungen gegen Gelbfieber (s. unten) und Hepatitis A empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunya- und Denguefieber, Hepatitis B und Tollwut empfohlen. 

Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen ab einem Alter von neun Monaten empfohlen, die in Gebiete unterhalb von 2.300 m in folgenden Regionen reisen: Amazonas, Loreto, Madre de Dios, San Martín, Ucayali, Puno, Cusco, Junín, Pasco, Huánuco, hoher Norden von Apurimac, hoher Norden von Huancavelica, Nordosten von Ancash, Osten von La Libertad, Norden und Osten von Cajamarca, Norden und Nordosten von Ayacucho und der Osten von Piura. 

Nicht generell empfohlen ist eine Gelbfieberimpfung für Reisen westlich der Anden in die Region Tumbes sowie den Westen und Zentralgebiete von Lambayeque, den Westen von Piura sowie Westen und Zentralgebiete von Cajamarca. 

In Gebieten oberhalb von 2.300 m ist keine Gelbfieberimpfung empfohlen.

Standardimpfungen

Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein. 

Medizinische Versorgung

Das medizinische Versorgungsangebot ist im privaten Sektor in Lima insgesamt befriedigend und entspricht überwiegend dem Stand von Wissenschaft und Technik. Im öffentlichen Sektor bestehen aufgrund begrenzter Ressourcen Einschränkungen. In ländlichen Regionen nimmt die Versorgungsqualität z.T. drastisch ab. So kann an dünn besiedelten, aber dennoch touristisch reizvollen Orten nicht immer von einer ausreichenden medizinischen Versorgung ausgegangen werden. In Cusco reichen die Behandlungsmöglichkeiten für Schwerverletzte oder schwer Erkrankte oft nicht aus. Sobald es der medizinische Zustand zulässt, sollten diese Personen daher nach Lima verlegt werden. 

  • Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
  • Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen.
  • Schließen Sie eine medizinische Evakuierungsversicherung ab.

Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen

Gelbfieber und Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Ein Gelbfieberrisiko besteht in verschiedenen Gebieten unterhalb von 2.300 Höhenmetern, siehe Impfschutz. Der Anteil an der überwiegend vorkommenden Malaria tertiana, verursacht durch Plasmodium vivax, beträgt 82%. 18% entfallen auf die Malaria tropica, verursacht durch Plasmodium falciparum (überwiegend in Regionen Loreto und Amazonas). Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko besteht ganzjährig und ist regional unterschiedlich:

  • Hohes Risiko: Provinz Loreto; nördliche Anteile der Provinz Amazonas
  • Mittleres Risiko: Teilgebiete ≤ 2500 Hm in den Departements östlich der Anden; Stadtzentren von Iquitos und Leticia und auf Flusskreuzfahrten mit Übernachtungen auf großen Schiffen in Hochrisikogebieten. (Hinweis: In der Stadt Iquitos besteht ein mittleres Malariarisiko; jedoch ist das Risiko hoch in den Dörfern in unmittelbarer Umgebung von Iquitos sowie in den Gebieten der Zuflüsse des Amazonas).
  • Geringes Risiko: restliches Land ≤ 2500 Hm östlich der Anden und in den interandinen Tälern einschl. der Stadt Puerto Maldonado (Ausnahmen s.o.)
  • Malariafrei: Regionen > 2500 Hm, touristische Destinationen im Hochland > 2500 m (z. B. Stadt Cusco, Machu Picchu, Titicacasee), Regionen westlich der Anden sowie die Städte Arequipa, Ica, Lima, Moquegua, Nazca, Puno und Tacna

Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die auftreten können: Chikungunyafieber, Denguefieber, Leishmaniose, Oropouche-Fieber und Zikavirus-Infektionen. 

  • Schützen Sie sich tags und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
  • Es gibt Impfungen gegen Gelbfieber, Chikungunyafieber und Denguefieber. Lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten. 
  • Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
  • Bei Reisen in Gebiete mit mittlerem Malariarisiko, die mehr als 48 Stunden von der nächsten medizinischen Einrichtung mit Möglichkeit zur Malariadiagnostik und -therapie entfernt sind, ist die Mitnahme von entsprechenden Medikamenten zur notfallmäßigen Selbstbehandlung empfohlen.
  • Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.

Die Chagas-Krankheit wird über Raubwanzen und verunreinigte Frucht- oder Zuckerrohrsäfte („garapa") übertragen. Fleckfieber wird durch Läuse, Milben, Zecken und Flöhe übertragen. 

  • Schützen Sie sich bei naturnahen Aufenthalten im Freien und suchen Sie Ihren Körper im Anschluss sorgfältig ab. Verwenden Sie vor allem in einfachen Unterkünften auf dem Land Bettnetze, um nächtliche Raubwanzenbisse zu vermeiden, siehe Schutz vor Insekten.
  • Verzichten Sie auf den Genuss von nicht-industriell verarbeiteten Frucht- und Zuckerohrsäften, z.B. auch von Açaí-Saft.
     

Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene

Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) treten auch bei Reisenden auf. 

  • Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis A-Impfung beraten.

Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen 

HIV-Infektionen und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich. 

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Hepatitis B-Impfung ärztlich beraten.

Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen

Hantavirus-Infektionen und Leptospirose werden durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Eine Ansteckung mit Tollwut über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. In Peru gibt es zahlreiche Schlangen.

  • Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Tieren und deren Ausscheidungen.
  • Meiden Sie den Kontakt zu stehenden oder langsam fließenden Gewässern, da diese mit Urin von Nagetieren verunreinigt sein können.
  • Vermeiden Sie Verzehr von Fleischgerichten unklaren Ursprungs und rohen tierischen Produkten.
  • Sollten Sie von einem Hund oder einer Giftschlange gebissen werden, begeben Sie sich umgehend in ärztliche Betreuung.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Tollwutimpfung beraten. Beachten Sie, dass Tollwutimpfstoffe und Immunglobuline nicht oder nur sehr begrenzt im Land erhältlich sind.    
  • Beachten Sie unsere Hinweise zu Schlangenbissen.

Weitere Gesundheitsgefahren

Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen. 

  • Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z.B. über den World Air Quality Index.

Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.

  • Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmaßnahmen.

Reisen ans Meer in Verbindung mit Schwimmen und Wassersport können mit besonderen Gefahren verbunden sein. 

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Machen Sie sich vor einem Tauchurlaub mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut und lassen Sie sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen. Beachten Sie unsere Informationen zum Tauchen.

Bei der Höhenkrankheit (Soroche) handelt es sich um eine gelegentlich auch lebensgefährliche Erkrankung durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe ab 2.500 Höhenmetern, die meist allerdings erst nach 24 Stunden oder längerem Aufenthalt in der Höhe in Erscheinung tritt. Warnsymptome können Schlafstörungen, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftnot sein. Verschwinden die Symptome nicht durch eine Pause bzw. eine Übernachtung, sollte abgestiegen werden unter eine Höhe von 2.000 m. Betroffen sind alle Altersstufen und häufig Touristen bei Flugreisen nach Cusco oder Puno. Mate de Coca hat keine sichere vorbeugende Wirkung. Die meisten gegen die Höhenkrankheit eingesetzten Medikamente sind verschreibungspflichtig.

  • Beachten Sie unsere Informationen zur Höhenkrankheit.

Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

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Weitere Informationen
Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Peru.

1.285.216 qkm.

32.971.854 (UNO Schätzung 2020).

23,5 pro qkm.

Hauptstadt

Lima.

Geographie

Peru ist ein bergiges Land an der Pazifikküste, südlich des Äquators. Das Land grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien und im Süden an Chile und gliedert sich in vier Regionen: Costa, Sierra, Montaña und Selva. Die Hauptstadt Lima liegt in der Costa-Region, die aus einem schmalen Küstenstreifen besteht, der wüstenhaften Charakter hat und teilweise künstlich bewässert wird. In der Sierra-Region lebt der Großteil der indianischen Bevölkerung. Die Anden erreichen eine Höhe von über 6000 m. Die Montaña-Region liegt zwischen den Anden und dem Dschungel im Osten Perus. Das fruchtbare subtropische Gebiet ist bisher kaum erschlossen. Die im Bau befindliche internationale Autobahn kann in einigen Abschnitten bereits befahren werden. Die Selva-Region, der Amazonas-Dschungel im östlichen Teil des Landes, verfügt über bedeutende Bodenschätze.

Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Indios und Mestizen. Europäische (hauptsächlich spanische), chinesische und afrikanische Siedler haben sich ebenfalls hier niedergelassen.

Regierung

Präsidialrepubik seit 1980. Neue Verfassung von 1993. Parlament mit 120 Mitgliedern. Unabhängig seit 1821 (ehemalige spanische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Keiko Fujimori, seit Juli 2026.

Regierungschef

Luis Arroyo Sánchez, seit März 2026.

Elektrizität

220 V, 60 Hz; in Arequipa 220 V, 50 Hz und Talara 110/220 V, 60 Hz; amerikanische Stecker.

Regierungschef

Luis Arroyo Sánchez, seit März 2026.

Übersicht

Peru gehört zu den geografisch und kulturell faszinierendsten Ländern Südamerikas. Das Land vereint auf seinem Staatsgebiet drei extrem unterschiedliche Naturräume, die das Fundament für seine außergewöhnliche Biodiversität und reiche Geschichte bilden:

  • Die Küste (Costa): Ein schmaler, extrem trockener Wüstenstreifen am Pazifik. Hier liegt die dynamische Hauptstädtische Metropole Lima – das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes, das weltweit für seine erstklassige Gastronomie und sein UNESCO-geschütztes historisches Zentrum bekannt ist. Weiter südlich erstrecken sich die geheimnisvollen Nazca-Linien, während der Norden mit hervorragenden Surfrevieren (z. B. Máncora) lockt.
  • Das Andenhochland (Sierra): Das gewaltige Faltengebirge der Anden prägt das Herz des Landes. Die historische Inka-Hauptstadt Cusco (3.400 m ü. d. M.) bildet mit ihren imposanten Inka-Mauerwerken und spanischen Kolonialbauten den Ausgangspunkt für Erkundungen ins Heilige Tal der Inka und zur Weltberühmten Ruinenstadt Machu Picchu (UNESCO-Weltkulturerbe).
  • Das Amazonastiefland (Selva): Mehr als die Hälfte Perus ist von dichtem Regenwald bedeckt. Die Regionen um Puerto Maldonado (Zugang zu den Naturreservaten Tambopata und dem artenreichen Manu-Nationalpark) sowie die nur per Flugzeug oder Schiff erreichbare Dschungelmetropole Iquitos bieten einzigartige Möglichkeiten für Tierbeobachtungen und Naturreisen.

Jahrtausendealte Geschichte & Archäologie:
Peru bietet weit mehr als nur die Hinterlassenschaften der Inka. Im ganzen Land zeugen prä-inkaische Ausgrabungsstätten von hoch entwickelten Zivilisationen – darunter Caral (eine der ältesten bekannten Städte der westlichen Hemisphäre), die riesige Lehmziegel-Zitadelle Chan Chan bei Trujillo sowie die spektakuläre Bergfestung Kuélap im Nebelwald der Chachapoyas-Region im Norden Perus.

Aktivurlaub & Kulinarik:
Neben Kultur und Archäologie bietet Peru spektakuläre Möglichkeiten für Aktivurlauber – von weltberühmten Trekkingrouten (wie dem Inca Trail oder Salkantay Trek) über Sandboarding in den Dünen von Huacachina bis hin zu Wildwasser-Rafting und Surfen. Abgerundet wird das Reiseerlebnis durch die vielfach ausgezeichnete peruanische Küche (u. a. Ceviche), die traditionelle Einflüsse mit moderner Fusionsküche verbindet.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Der wichtigste Knotenpunkt für internationale Flugreisende in Peru ist der Aeropuerto Internacional Jorge Chávez (LIM) in Callao, direkt angrenzend an die Hauptstadt Lima. Das hochmoderne Terminal gehört zu den zentralen Drehkreuzen Südamerikas und verbindet Peru mit Europa, Nord- und Südamerika.

Internationale Flugverbindungen ab Europa & Amerika:

  • Direktflüge ab Europa: Direktverbindungen nach Lima bieten unter anderem Iberia und Air Europa (ab Madrid), KLM (ab Amsterdam) sowie Air France (ab Paris) an. Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bestehen bequeme Zubringerverbindungen zu diesen europäischen Drehkreuzen.
  • Verbindungen über Amerika: Sehr populär sind auch Umsteigeverbindungen über Lateinamerika – etwa mit LATAM Airlines (via São Paulo), Copa Airlines (via Panama-Stadt) oder Avianca (via Bogotá) – sowie Verbindungen über die USA (z. B. mit American Airlines, Delta oder United via Miami, Atlanta oder Houston).
  • Regionales Netz: LATAM Airlines ist die dominierende Fluggesellschaft in der Region und betreibt das dichteste Inlands- und Regionalnetz in Peru.

Weiterflug nach Cusco & in die Anden:
Der Flughafen Cusco (Aeropuerto Internacional Alejandro Velasco Astete – CUZ) ist das wichtigste Ziel im Andenhochland und wird von Lima aus mehrfach täglich angeflogen. Aufgrund der extremen Höhenlage (3.400 m ü. d. M.) und wechselhafter Witterungsverhältnisse in den Bergen kommt es bei Cusco-Flügen gelegentlich zu Verzögerungen. Es wird empfohlen, bei der Reiseplanung ausreichend Pufferzeiten für Anschlüsse einzuplanen.

Wichtige Praxishinweise zum Flughafen Lima (LIM):

  • Neues Terminal & Transfers: Das Terminalgebäude am Flughafen Lima bietet modernste Infrastruktur und deutlich erweiterte Kapazitäten. Für den Transfer in die beliebten Hotelbezirke Miraflores, San Isidro oder Barranco (ca. 45–75 Minuten je nach Verkehr) sollten offizielle Flughafen-Taxis (z. B. Taxi Green, Taxi Directo) oder vorab gebuchte Privattransfers genutzt werden.
  • Flughafengebühren (TUUA): Die Abflug- und Transportgebühr (TUUA) ist bei allen regulären internationalen und nationalen Linienflügen bereits im Ticketpreis enthalten.

Flugzeiten

Ungefähre Reisezeiten ab Deutschland, Österreich und der Schweiz:

Da es derzeit keine direkten Nonstop-Flüge aus dem D-A-CH-Raum nach Lima gibt, erfolgen Anreisen mit mindestens einem Zwischenstopp. Die Gesamtreisezeit hängt stark von der gewählten Umsteigeverbindung und der Dauer des Aufenthalts am Transitflughafen ab:

  • Frankfurt/Main – Lima: ab ca. 15,5 bis 17,5 Stunden (schnellste 1-Stopp-Verbindungen z. B. via Amsterdam oder Paris).
  • Wien – Lima: ab ca. 16,5 bis 18,5 Stunden (1-Stopp-Verbindungen z. B. via Madrid, Amsterdam oder Paris).
  • Zürich – Lima: ab ca. 15,5 bis 17,5 Stunden (1-Stopp-Verbindungen z. B. via Madrid oder Amsterdam).

Hinweis: Je nach gewählter Fluggesellschaft, Umstiegsknotenpunkt (z. B. bei Verbindungen über die USA, Panama-Stadt oder Bogotá) und Layover-Dauer können die Reisezeiten im Einzelfall auch zwischen 18 und 22 Stunden liegen.

Cusco (CUZ) liegt im Süden des Landes; von hier gibt es Flugverbindungen nach La Paz (Bolivien) und Bogotà (Kolumbien).

Ausreisegebühr

Keine.

Anreise mit dem Pkw

Peru besitzt Landgrenzen zu fünf Nachbarstaaten: Ecuador im Nordwesten, Kolumbien im Norden, Brasilien im Osten, Bolivien im Südosten und Chile im Süden. Die Grenzübergänge sind ein wichtiger Bestandteil für Rundreisen durch Südamerika:

  • Wichtige Grenzübergänge:
    • Ecuador: Die Hauptverbindung an der Küste verläuft zwischen Aguas Verdes / Tumbes (Peru) und Huaquillas (Ecuador) auf der Panamericana. Eine weitere Route führt über Macará.
    • Bolivien: Die beliebtesten Routen für Anden-Reisende führen über den Titicaca-See – entweder über Kasani (nahe Copacabana) oder über den Hauptgrenzübergang Desaguadero in Richtung Puno und Cusco.
    • Chile: Der Grenzübergang Santa Rosa / Chacalluta verbindet die peruanische Grenzstadt Tacna mit Arica in Chile.
    • Brasilien: Über die ausgebauten Fernstraßen (Interoceánica) verläuft die Einreise von Acre über Iñapari nahe Puerto Maldonado.
  • Fernbusse & Internationale Buslinien: Für grenzüberschreitende und nationale Langstrecken stehen moderne, komfortable Fernbusse (u. a. von Cruz del Sur, Civa oder Movil Bus) zur Verfügung. Auf Langstrecken werden verstellbare Schlafsessel (Cama / Liegesessel) und Bordservice angeboten. Eine Vorabreservierung wird empfohlen.
  • Zustand des Straßennetzes & Maut: Die Wüstenautobahn Panamericana verläuft in Nord-Süd-Richtung durchgehend asphaltiert an der Küste. Auf vielen Abschnitten wird eine Streckenmaut (Peaje) erhoben, die in bar (Soles) zu entrichten ist. In den Anden sind die Strecken oft kurvenreich und eng; während der Regenzeit (November bis März) kann es durch Erdrutsche (Huaycos) zu Straßensperrungen kommen.
  • Erforderliche Dokumente: Selbstfahrer benötigen neben dem nationalen Führerschein zwingend den Internationalen Führerschein im Original sowie den Reisepass. Bei Grenzübertritt mit dem Fahrzeug sind gesonderte Zollpapiere erforderlich.

Anreise mit der Bahn

Grenzüberschreitender Bahnverkehr:

Es besteht derzeit weitgehend kein regulärer internationaler Schienenpersonenverkehr nach Peru. Eine Ausnahme bildet die historische Bahnverbindung im äußersten Süden des Landes:

  • Tacna (Peru) – Arica (Chile): Der grenzüberschreitende Schienenbus (Ferrocarril Tácna-Arica) verbindet die peruanische Grenzstadt Tacna mit Arica an der chilenischen Küste. Die eingleisige Strecke dient vor allem dem lokalen Grenzverkehr. Die Fahrzeit beträgt etwa 1,5 Stunden.
  • Übrige Nachbarstaaten: Mit Ecuador, Kolumbien, Brasilien und Bolivien existieren keine aktiven Grenzübergänge per Personenzug. Grenzübertritte aus diesen Ländern erfolgen ausnahmslos auf dem Landweg per Fernbus / Pkw, auf dem Wasserweg oder per Flugzeug.

Anreise mit dem Schiff

Aufgrund der Geografie Südamerikas gibt es keine regulären internationalen Linienschiff- oder Fährverbindungen nach Peru. Die Anreise auf dem Wasserweg beschränkt sich im Wesentlichen auf internationale Kreuzfahrten sowie lokale Fluss- und Seeverbindungen im Grenzraum:

  • Kreuzfahrthäfen an der Pazifikküste:
    • Callao (Lima): Der bedeutendste Handelshafen Perus ist der zentrale Anlaufpunkt für internationale Kreuzfahrtschiffe auf Südamerika- und Weltreisen. Vom Hafen gelangen Passagiere per Bus oder Taxitransfer ins Zentrum von Lima sowie nach Miraflores.
    • San Martín / Pisco (Paracas): Wichtiger Ausflughafen im Süden für Touren zu den bekannten Ballestas-Inseln und ins Paracas-Nationalreservat.
    • Salaverry (Trujillo) & Matarani (Arequipa): Werden gelegentlich von Expeditions- und Kreuzfahrtschiffen auf Routen entlang der Pazifikküste angesteuert.
  • Grenzübertritte auf dem Fluss- & Seeweg:
    • Amazonas-Grenzdreieck (Iquitos / Santa Rosa): Über den Amazonas verläuft der Flussverkehr im Dreiländereck Peru, Kolumbien (Leticia) und Brasilien (Tabatinga). Boote verbinden die peruanische Insel Santa Rosa mit Leticia und Tabatinga, von wo aus Schiffe weiter nach Iquitos oder Manaus verkehren.
    • Titicaca-See (Peru / Bolivien): Auf dem Titicaca-See finden keine Linienfähren zwischen Puno und Copacabana statt; der Transport zwischen beiden Ländern erfolgt regulär auf dem Landweg (über Kasani oder Desaguadero). Ausflugskatamarane und Boote verkehren vor allem im Rahmen organisierter Ausflugstouren.

Kreuzfahrtschiffe

Der Hafen von Callao ist feste Station bei Südamerika-Etappen, Transpazifik-Routen und Weltreisen zahlreicher internationaler wie deutschsprachiger Kreuzfahrtanbieter:

  • Deutschsprachige Veranstalter & Expeditionsschiffe:
    • Phoenix Reisen: Bietet regelmäßige Südamerika-Passagen, Südsee-Routen und Abschnitte von Weltreisen (z. B. mit der MS Artania oder MS Amera) mit Mehrtagesstopps in Callao an.
    • Hapag-Lloyd Cruises: Fährt Callao regelmäßig im Rahmen von Expeditions- und Luxuskreuzfahrten (z. B. mit den Schiffen der HANSEATIC-Klasse oder der MS Europa 2) an.
    • Plantours Kreuzfahrten: Bedient die Strecke entlang der pazifischen Südamerika-Küste gelegentlich auf Langstrecken- und Expeditionsrouten.
  • Internationale Groß- Reedereien:
    • Princess Cruises, Holland America Line & Celebrity Cruises: Regelmäßige Anläufe auf Südamerika-Rundreisen zwischen Valparaíso (Chile), Panama und Florida.
    • MSC Cruises, Costa Kreuzfahrten & P&O Cruises: Bieten Callao vor allem im Rahmen ihrer mehrmonatigen Weltreisen (World Cruises) als zentralen Ausflughafen für Landausflüge nach Lima und Cusco/Machu Picchu an.

Praxishinweis für Kreuzfahrtpassagiere:
Viele Reedereien bieten während des Stopps in Callao organisierte Overland-Ausflüge per Inlandsflug nach Cusco und Machu Picchu mit anschließender Wiedereinschiffung im nächsten Hafen (z. B. in San Martín/Pisco oder Guayaquil in Ecuador) an. Eine frühzeitige Reservierung über die Reederei wird wegen der Flug- und Zugkapazitäten dringend empfohlen.

Fähranbieter

Amazonas-Schiffsverbindungen im Dreiländereck (Iquitos – Leticia – Tabatinga):

Iquitos, die größte nur per Flugzeug oder Schiff erreichbare Stadt Perus, ist über den Amazonas direkt mit den Nachbarstädten Leticia (Kolumbien) und Tabatinga (Brasilien) im Dreiländereck verbunden. Für die Flussfahrt stehen zwei Transportvarianten zur Auswahl:

  • Schnellboote (Lanchas Rápidas / Ferries): Motorisierte Schnellboote (wie z. B. von Consorcio Fluvial del Amazonas / Ferry Amazonas oder Transporte Fluvial Zoe Alexa) verkehrten regelmäßig zwischen Iquitos (Hafen Puerto Enapu/Masusa) und der peruanischen Grenzinsel Santa Rosa (direkt gegenüber von Leticia/Tabatinga).
    • Fahrzeit: Stromabwärts von Iquitos nach Santa Rosa/Leticia ca. 10 bis 12 Stunden; stromaufwärts von Santa Rosa nach Iquitos ca. 12 bis 14 Stunden.
    • Ausstattung: Feste Sitzplätze, Verpflegung an Bord und Bordtoilette. Eine Reservierung einige Tage im Voraus wird dringend empfohlen.
  • Traditionelle Fracht- & Passagierschiffe (Lanchas / Frachtboote): Für abenteuerlustige Reisende stehen die großen mehrstöckigen Holz- und Stahlfrachter zur Verfügung.
    • Fahrzeit: Ca. 2,5 bis 3 Tage (stromabwärts) bzw. 3 bis 4 Tage (stromaufwärts).
    • Ausstattung: Die Übernachtung erfolgt in selbst mitgebrachten Hängematten auf dem offenen Deck. Einfache Mahlzeiten sind meist im Ticketpreis enthalten.

Wichtige Formalitäten beim Grenzübertritt:
Passagiere müssen bei der Aus- oder Einreise am peruanischen Migrationsbüro auf der Insel Santa Rosa ihren Ausreisestempel abholen, bevor sie mit einem kleinen Fluss-Taxi (ca. 10 Minuten Fahrzeit) nach Leticia (Kolumbien) oder Tabatinga (Brasilien) übersetzen, um dort die jeweiligen Einreisestempel einzuholen.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Aufgrund der gewaltigen Entfernungen und der anspruchsvollen Topografie mit den steilen Pässen der Anden und dem unwegsamen Amazonas-Regenwald sind Inlandsflüge das mit Abstand praktischste und zeitsparendste Verkehrsmittel im Land. Dreh- und Angelpunkt fast aller Inlandsverbindungen ist der Flughafen Lima (LIM).

Die wichtigsten Fluggesellschaften im Inlandsverkehr:

  • LATAM Peru: Der unangefochtene Marktführer mit dem dichtesten Streckennetz und den frequentesten Verbindungen. LATAM fliegt von Lima aus nahezu alle regionalen Zentren an – darunter Cusco, Arequipa, Iquitos, Puerto Maldonado, Juliaca (Titicaca-See), Trujillo, Piura, Chiclayo und Cajamarca.
  • Sky Airline Peru: Eine etablierte Chilenische Low-Cost-Airline, die ein wachsendes Streckennetz auf den Hauptrouten (z. B. Lima – Cusco, Arequipa, Piura, Tarapoto) mit oft sehr konkurrenzfähigen Tarifen bedient.
  • Star Perú: Peruanische Fluggesellschaft, die vor allem Verbindungen zwischen Lima und Städten im Nordosten und Amazonasbecken (wie Pucallpa, Tarapoto, Iquitos, Chiclayo und Cajamarca) anbietet.
  • Atsa Airlines: Spezialisierter regionaler Anbieter, der kleinere Inlandsflughäfen und abgelegene Regionalziele (wie Chachapoyas, Mazamari oder Huánuco) bedient.

Schlüsselrouten & Flugzeiten:

  • Lima – Cusco: Die am stärksten frequentierte Flugstrecke des Landes. Die reine Flugzeit beträgt nur rund 75 Minuten. Wichtig: Der abrupte Höhenunterschied von Meeresspiegel-Niveau auf 3.400 m Höhe in Cusco ist eine spürbare Belastung für den Körper. Eine behutsame Akklimatisierung nach der Landung wird dringend empfohlen.
  • Lima – Iquitos: Die größte Stadt Perus im Regenwald ist auf dem Landweg nicht erreichbar. Die direkte Flugzeit von Lima beträgt etwa 90 Minuten.
  • Weitere Hauptstrecken: Lima – Arequipa (ca. 1 Std. 30 Min.), Lima – Puerto Maldonado (ca. 1 Std. 40 Min. direkt oder via Cusco), Lima – Juliaca/Titicaca-See (ca. 1 Std. 40 Min.).

Wichtige Praxishinweise für Flugreisende:

  • Wetterbedingte Verzögerungen: Flüge in die Anden (insbesondere nach Cusco und Juliaca) sowie in den Regenwald sind anfällig für witterungsbedingte Dichte Wollenbildung und Nachmittagsgewitter. Es empfiehlt sich, stets Frühverbindungen am Morgen zu buchen, da diese die höchste Pünktlichkeitsrate aufweisen.
  • Gepäckregeln bei Low-Cost-Tarifen: Bei den Basistarifen von Sky Airline, Star Perú und LATAM ist oft nur ein kleines Handgepäckstück (Personal Item) enthalten. Aufgabegepäck muss bei der Online-Buchung kostenpflichtig hinzugefügt werden.
  • Hochsaison-Buchung: In der Trockenzeit und Hauptreisezeit (Mai bis September) sollten Inlandsflüge weit im Voraus reserviert werden.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das peruanische Straßennetz hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Die wichtigste Lebensader des Landes ist die durchgehend asphaltierte Küstenautobahn Carretera Panamericana, die das Land von Tumbes im Norden an der ecuadorianischen Grenze bis nach Tacna im Süden an der chilenischen Grenze durchmisst und Küstenstädte wie Piura, Trujillo, Lima, Ica und Arequipa miteinander verbindet.

Die wichtigsten Verbindungen & Panoramarouten:

  • Transandina-Routen (Küste ins Hochland): Mehrere gut ausgebaute Verbindungsstraßen führen von der Küste über spektakuläre Andenpässe ins Hochland – darunter die Strecke von Lima über Huancayo ins Amazonasbecken nach Pucallpa sowie die Hauptrouten nach Huaraz (Cordillera Blanca), Arequipa und Cusco.
  • Die Route Cusco – Puno (Ruta del Sol): Eine der landschaftlich reizvollsten Hochlandstraßen Amerikas. Sie führt über das peruanische Altiplano vorbei an traditionellen Dörfern, den Inka-Ruinen von Raqch'i und dem La-Raya-Pass (4.335 m ü. d. M.) direkt zum Titicaca-See.
  • Das Heilige Tal der Inka (Sacred Valley): Die Straßen zwischen Cusco, Pisac, Urubamba und Ollantaytambo sind gut ausgebaut und bieten spektakuläre Ausblicke auf terrassierte Hanglandschaften und Dreitausender.
  • Der Norden & Chachapoyas: Im Norden Perus schlängeln sich Gebirgsstraßen durch beeindruckende Nebelwälder und tiefe Flusstäler zu historischen Stätten wie der Bergfestung Kuélap und dem Gocta-Wasserfall.

Wichtige Praxishinweise für Selbstfahrer:

  • Mautgebühren (Peajes): Auf der Panamericana sowie auf den wichtigsten ausgebauten Inlandsstraßen wird eine Streckenmaut erhoben. Die Gebühren liegen meist zwischen 10 und 20 Soles (PEN) pro Mautstelle und müssen in bar in peruanischen Soles bezahlt werden.
  • Tankstellennetz: Entlang der Panamericana und rund um die Großstädte ist das Tankstellennetz (u. a. von Repsol, Primax und Pecsa) hervorragend ausgebaut. Im entlegenen Andenhochland und im Regenwald können die Abstände zwischen Tankstellen jedoch groß sein; eine rechtzeitige Betankung vor Passüberquerungen wird dringend empfohlen.
  • Straßenzustand & Wetterrisiken: Während die Panamericana flach und gut zu befahren ist, erfordern die Gebirgsstraßen wegen steiler Abgründe, enger Kurven und unbeleuchteter Abschnitte erhöhte Konzentration. In der Regenzeit (November bis März) muss im Hochland mit Erdrutschen (Huaycos) und temporären Sperrungen gerechnet werden. Nachtfahrten über Land sollten vermieden werden.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

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Zustand der Straßen

Straßenzustand, Fahrbedingungen & Regenzeit-Risiken:

Der Zustand der Verkehrswege in Peru unterscheidet sich je nach geografischer Region und Streckenkategorie erheblich. Während die Küsteninfrastruktur sehr modern ist, erfordern Fahrten in den Anden und im Amazonastiefland vorausschauende Planung:

  • Küstenregion (Panamericana): Die Pan-American Highway ist hervorragend ausgebaut, weitgehend mehrspurig oder breit zweispurig asphaltiert und ermöglicht schnelles, sicheres Verreisen zwischen allen Küstenstädten.
  • Andenhochland (Sierra): Die wichtigsten Verbindungsachsen zwischen den touristischen Zentren (wie Lima – Arequipa – Cusco – Puno) wurden in den letzten Jahren umfassend ausgebaut und asphaltiert. Dennoch stellen steile Steigungen, enge Serpentinen, fehlende Leitplanken und unbeleuchtete Fahrzeuge bei Dunkelheit eine Herausforderung dar. Nebenstrecken und Zufahrten zu abgelegenen Bergdörfern sind oft Schotterpisten (Pistas de Trocha) voller Schlaglöcher, für die ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit oder Allradantrieb (4x4) dringend empfohlen wird.
  • Amazonasbecken (Selva): Das Straßennetz im Regenwald ist sehr dünn. Die wenigen Pisten verwandeln sich bei starken Regenfällen rasch in unpassierbare Schlammstrecken. Städte wie Iquitos sind Straßennetz-technisch nicht angebunden.

Besondere Risiken während der Regenzeit (November bis März):
Während der sommerlichen Niederschlagsperiode (besonders intensiv von Dezember bis März) kommt es im Andenraum regelmäßig zu Erdrutschen, Gerölllawinen und Schlammlawinen (lokal als Huaycos bezeichnet). Diese blockieren nicht selten Hauptverkehrsadern und Verbindungsstraßen zwischen Küste und Hochland für mehrere Stunden oder Tage. Fahrzeugpannen auf abgelegenen Strecken sind keine Seltenheit.

Praxishinweise für Selbstfahrer:

  • Erkundigung vor Ort: Erkundigen Sie sich vor Fahrtantritt außerhalb der Hauptkorridore bei der Verkehrspolizei (Policía de Carreteras) oder lokalen Busunternehmen über die aktuellen Fahrbedingungen.
  • Nachtfahrten vermeiden: Aufgrund von unbeleuchteten Hindernissen, freilaufendem Vieh, fehlender Straßenbeleuchtung und Sicherheitsrisiken sollte auf Überlandfahrten bei Dunkelheit konsequent verzichtet werden.

Staßenklassifizierung

Das peruanische Straßennetz gliedert sich offiziell in drei Hauptkategorien, die sich in Ausbauzustand und Zuständigkeit unterscheiden:

  • Nationalstraßen (Rutas Nacionales – Kürzel PE): Das Rückgrat des peruanischen Fernstraßennetzes. Zu den wichtigsten Achsen gehören die küstennahe Panamericana (PE-1, unterteilt in PE-1N nach Norden und PE-1S nach Süden), die zentralen Anden-Trassen (PE-3 / Longitudinal de la Sierra) sowie die Carretera Interoceánica, die Perus Pazifikküste mit dem Amazonasbecken und der brasilianischen Grenze verbindet. Diese Strecken sind weitgehend zweispurig oder mehrspurig asphaltiert und werden kontinuierlich gewartet.
  • Departement-Straßen (Rutas Departamentales): Verbinden Provinzen und größere Orte innerhalb der jeweiligen Regionen (Departements). Der Zustand reicht von gut ausgebauten, teils neu asphaltierten Landstraßen bis hin zu Schotterpisten in entlegenen Gebirgsregionen.
  • Gemeindestraßen & Pisten (Rutas Vecinales): Verbindungswege zu kleineren Landgemeinden und Dörfern. Diese Strecken sind meist unbefestigt (Natur- und Schotterpisten), staubig in der Trockenzeit und extrem matschig während der Regenzeit.

Mautsystem (Peajes) auf Fernstraßen:
Auf den privaten Konzessionsabschnitten der Nationalstraßen – insbesondere auf der Panamericana sowie den Hauptzubringern ins Hochland – betreiben die Mautgesellschaften moderne Mautstationen (Peajes). Die Mautgebühren orientieren sich am Fahrzeugtyp (PKW zahlen in der Regel einen Festbetrag pro Achse/Streckenabschnitt von ca. 8 bis 15 Soles). Mautgebühren müssen an den Mautstellen ausnahmslos in bar in peruanischen Soles (PEN) entrichtet werden; Kartenzahlung ist nur vereinzelt verfügbar.

Autovermietung

Mietwagen sind in allen großen Städten Perus sowie an den wichtigsten internationalen und regionalen Flughäfen verfügbar. Eine Anmietung eignet sich vor allem für Reisen entlang der asphaltierten Küstenautobahn (Panamericana), für Touren rund um Arequipa und den Colca-Canyon sowie im Norden des Landes. Für Fahrten in entlegene Andenregionen nutzen viele Reisende aufgrund der Fahrbedingungen alternativ Privattransfers mit lokalem Fahrer.

Anbieter & Stationen:

  • Hauptstandorte: Die größte Auswahl an Fahrzeugen befindet sich am Flughafen Lima (Jorge Chávez International Airport) sowie in den touristischen Bezirken Miraflores und San Isidro. Weitere Mietwagenstationen internationaler Anbieter (u. a. Hertz, Avis, Budget, Sixt, Europcar) und lokaler Vermieter gibt es in Cusco, Arequipa, Trujillo und Piura.
  • Mindestalter: Das Mindestalter für die Anmietung beträgt bei den meisten Mietwagenfirmen 21 Jahre (bei bestimmten Fahrzeugkategorien 25 Jahre). Für Fahrer unter 25 Jahren fällt häufig eine Zusatzgebühr für Jungfahrer an. Zudem muss der Fahrer seit mindestens einem Jahr im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sein.

Erforderliche Dokumente:

  • Führerschein: Der nationale Führerschein (z. B. aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz) wird für touristische Kurzaufenthalte rechtlich anerkannt. Es wird jedoch dringend empfohlen, zusätzlich den Internationalen Führerschein mitzuführen, da dieser von Polizeikontrollen auf Überlandstrecken und von einigen Autovermietungen verlangt wird.
  • Zahlungsmittel & Pass: Für die Kautionshinterlegung vor Ort ist eine auf den Hauptfahrer ausgestellte physische Kreditkarte (mit Hochprägung) zwingend erforderlich. Der Original-Reisepass muss bei Fahrzeugübernahme vorgelegt werden.

Wichtige Versicherungshinweise & Fahrzeugwahl:

  • Versicherungsschutz & Selbstbeteiligung: Prüfen Sie vor Mietbeginn genau, welche Versicherungsleistungen enthalten sind (Vollkasko/CDW, Diebstahlschutz/TP, Haftpflicht). Achten Sie auf die Höhe der Selbstbeteiligung. Wichtig: Schäden an Unterboden, Reifen und Scheiben – wie sie auf Schotterpisten häufig entstehen – sind in einfachen Standard-Tarifen oft ausgeschlossen und sollten separat abgesichert werden.
  • Fahrzeugtyp für das Hochland: Für Touren durch die Anden empfiehlt sich mindestens ein SUV oder Geländewagen mit hoher Bodenfreiheit und ausreichend motorischer Leistung für Fahrten auf über 4.000 Metern Höhe.
  • Pannenhilfe & Notfallkontakt: Vergewissern Sie sich bei der Fahrzeugübergabe, dass eine rund um die Uhr erreichbare Notfall- und Pannenhilfe-Hotline (Asistencia en Carretera) der Autovermietung vorhanden ist.

Taxi

Taxis sind in allen peruanischen Städtischen Zentren überall verfügbar, kostengünstig und ein zentrales Fortbewegungsmittel. Das Taxiwesen unterscheidet sich jedoch stark von europäischen Standards:

  • Keine Taxameter & Preisabsprache: Peruanische Taxis verfügen in der Regel über keine Taxameter. Der Fahrpreis wird vor dem Einsteigen direkt mit dem Fahrer verhandelt. Es empfiehlt sich, vorab im Hotel oder im Restaurant nach dem ortsüblichen Tarif für die geplante Strecke zu fragen, um Preisvorstellungen einschätzen zu können. Für die Bezahlung sollte passendes Bargeld in kleinen Soles-Scheinen bereitgehalten werden, da Taxifahrer oft kein Wechselgeld auf große Scheine haben.
  • Registrierte Taxis vs. Inoffizielle Taxis: In den Großstädtischen Bereichen gibt es sowohl offizielle, registrierte Taxis (in Lima erkennbar an gelben Lackierungen, Dachschildern sowie gelben Registrierungsaufklebern mit der Kennzeichnung SETAME an den Seitenfentstern) als auch eine hohe Zahl inoffizieller Gelegenheits-Taxis. Aus Sicherheitsgründen – insbesondere nachts oder mit Gepäck – sollten ausschließlich registrierte Taxis genutzt oder Fahrten direkt über Rezeptionen bestellt werden.

Fahrdienst-Apps (Ride-Hailing):
In allen größeren Städten (darunter Lima, Cusco, Arequipa, Trujillo und Piura) sind moderne Ride-Hailing-Apps weit verbreitet und stellen für Reisende die sicherste und bequemste Option dar. Die Apps berechnen den Festpreis vorab digital, verfehlen Sprachbarrieren bei der Preisverhandlung und bieten eine GPS-Verfolgung der Fahrt:

  • Uber & Cabify: Weit verbreitet, sicher und bargeldlos per hinterlegter Kreditkarte nutzbar. Sehr hohe Abdeckung in den Gehobenen Stadtvierteln von Lima (Miraflores, San Isidro, Barranco) sowie im Zentrum von Cusco und Arequipa.
  • inDrive: Sehr populär in Peru. Bei dieser App schlägt der Fahrgast einen Preis vor, den die Fahrer annehmen oder mit einem Gegenangebot beantworten können. Bezahlt wird in der Regel bar oder per lokaler Bezahlsysteme.

Flughafen-Taxis am Flughafen Lima (LIM):

  • Sicherer Ankunftstransfer: Nach der Gepäckausgabe im Ankunftsbereich des Flughafens Lima sollten Sie die hartnäckigen inoffiziellen Taxifahrer vor dem Terminal meiden. Nutzen Sie stattdessen direkt die offiziellen, lizenzierten Schalter im Ankunftsgebäude (z. B. Taxi Green, Taxi Directo oder Taxi 365). Dort wird die Fahrt zu festen Festpreisen (je nach Zielzone, z. B. nach Miraflores oder San Isidro) vorab per Karte oder Bargeld bezahlt.
  • Fahrzeiten einplanen: Für die Fahrt vom Flughafen in die touristischen Viertel Miraflores, San Isidro oder Barranco sollten Sie bei normalem Verkehr etwa 45 bis 60 Minuten, während der Rushhour (morgens und spätnachmittags) jedoch mindestens 1,5 bis 2 Stunden Fahrzeit einkalkulieren.

Fahrrad

Fahrrad- und Motorradverleiher finden sich vor allem in den größeren Städten und touristischen Zentren wie Lima, Cusco oder Huaraz.

Fahrradfahren als praktisches Verkehrsmittel zwischen den Städten ist in Peru unüblich und wird den meisten Urlaubern nicht empfohlen. Der Verkehr in Lima ist extrem dicht, und abseits weniger Korridore in den Küstenbezirken Miraflores und Barranco fehlt es an einer ausgebauten Radinfrastruktur. In den Anden macht die Kombination aus hoher Mächtigkeit der Höhe, steilen Steigungen und engen Gebirgsstraßen das Radfahren extrem anspruchsvoll. Dennoch schätzen erfahrene Tourenradler die Region, und in bestimmten Gebieten – wie bei der Abfahrt vom Heiligen Tal der Inka – werden geführte Downhill-Exkursionen angeboten.

Innerhalb abgegrenzter Bereiche ist das Radfahren gut umsetzbar: Die Uferpromenade Malecón de Miraflores in Lima bietet einen separaten Radweg mit Panoramablick auf den Pazifik. Auch einige Orte im Heiligen Tal lassen sich auf flachen Abschnitten gut auf zwei Rädern erkunden. Mountainbiking wird von zahlreichen Veranstaltern in der Region Cusco als Aktivitiät angeboten; besonders populär ist die geführte Tagesfahrt von den hochgelegenen Inka-Stätten hinab in den Nebelwald.

Reisebus

Fernbusse sind das wichtigste, preiswerteste und am weitesten verbreitete Verkehrsmittel in Peru. Das Busnetz ist hervorragend ausgebaut: Auf den Hauptverkehrsachsen an der Küste und zwischen den bedeutenden Zentren verkehren Busse in sehr dichten Zeitabständen. Selbst entlegene Regionen im Andenhochland und im Regenwald werden von lokalen Bussen und Kleinbussen (Combis) regelmäßig bedient.

Busgesellschaften & Fahrkomfort:

  • Etablierte First-Class-Anbieter: Unternehmen wie Cruz del Sur, Oltursa, Ittsa Bus, Civa und Movil Bus bieten auf den Hauptstrecken entlang der Panamericana sowie ins Hochland einen sehr hohen Sicherheits- und Komfortstandard. Für Langstrecken und Nachtfahrten empfehlen sich die sogenannten Buses Cama (Schlafbusse), die mit weit verstellbaren Liegesesseln (140° bis 180° Neigung), Klimaanlage, Bordservice, Snacks und WC ausgestattet sind.
  • Peru Hop (Hop-on/Hop-off-System): Ein speziell auf internationale Reisende zugeschnittenes Busnetzwerk. Es verbindet Hauptziele wie Lima, Paracas, Huacachina, Arequipa, Cusco und Puno mit flexiblen Stopp-Möglichkeiten, Hotel-Pick-up und englischsprachigen Reiseleitern an Bord.
  • Lokale Regionalbusse: Für Fahrten in kleinere Dörfer und auf Nebenstrecken stehen einfache Regionalbusse und Kleinbusse zur Verfügung. Diese sind oft einfacher ausgestattet und halten flexibel auf Zuruf.

Busterminals in Lima (Wichtiger Praxishinweis):

In Lima gibt es keinen zentralen Busbahnhof für alle Anbieter. Stattdessen betreiben viele Busunternehmen eigene private Terminals oder nutzen einen der großen Hauptbusbahnhöfe:

  • Gran Terminal Terrestre Plaza Norte: Das größte und modernste Busterminal im Norden der Stadt, genutzt von zahlreichen Fernbuslinien für Verbindungen in den Norden und Süden Perus.
  • Eigene Terminals in San Isidro / La Victoria (Avenida Javier Prado): Viele etablierte Unternehmen (wie Cruz del Sur oder Oltursa) haben eigene, gut gesicherte Terminals entlang oder nahe der Avenida Javier Prado, was für Reisende aus Miraflores oder San Isidro sehr verkehrsgünstiger liegt.
  • Terminal Yerbateros: Hauptanlaufstelle für Busse in die zentralen Anden (z. B. nach Huancayo und Tarma).

Tipp: Prüfen Sie vor Fahrtantritt genau, von welchem Terminal Ihre gebuchte Busgesellschaft abfährt, da die Distanzen und Fahrzeiten zwischen den Terminals in Lima beträchtlich sein können. Für Nachtbusse und Verbindungen in der Hochsaison empfiehlt sich eine frühzeitige Online-Reservierung.

Vorschriften

In Peru gilt Rechtsverkehr. Die Verkehrsregeln entsprechen auf dem Papier weitgehend internationalen Standards, in der Praxis – insbesondere im Großraum Lima und in städtischen Zentren – ist der Fahrstil jedoch oft offensiv und unkonventionell. Vorausschauendes und defensives Fahren ist unerlässlich.

Wichtige Verkehrsregeln & Gesetzliche Vorschriften:

  • Promillegrenze: Es gilt eine strikte Blutalkoholgrenze von **0,5 ‰** (0,05 g/100 ml). Die Bestimmungen zu Fahren unter Alkoholeinfluss werden streng kontrolliert; bei Überschreitung drohen hohe Geldstrafen und Führerscheinentzug.
  • Lichtpflicht: Auf allen Außerortsstrecken und Nationalstraßen (wie der Panamericana) gilt **ganztägige Lichtpflicht** (Abblendlicht oder Tagfahrlicht).
  • Anschnallpflicht & Handyverbot: Das Anlegen von Sicherheitsgurten ist für den Fahrer sowie **alle Insassen** gesetzlich vorgeschrieben. Das Nutzen eines Mobiltelefons am Steuer ist ohne Freisprecheinrichtung strikt untersagt.
  • Vorschriften für Motorradfahrer: Helmpflicht ist für Fahrer und Sozius gesetzlich vorgeschrieben. Zusätzlich müssen Fahrer eine Warnweste tragen; auf Schutzhelm und Warnweste muss das Kennzeichen des Motorrads gut lesbar angebracht sein.
  • Ausländische Fahrzeuge: Bei der Einreise mit dem eigenen Fahrzeug über eine Landgrenze stellt die Zollbehörde (SUNAT) ein temporäres Einfuhrdokument (Internamiento Temporal / Libreta de Pasos por Aduana) aus, das im Fahrzeug mitgeführt und bei Kontrollen vorgelegt werden muss.
  • Verhalten bei Unfällen: Bei Zusammenstößen oder Sachschäden muss das Fahrzeug an Ort und Stelle belassen und umgehend die Verkehrspolizei (Policía de Tránsito) oder die Pannenhilfe verständigt werden. Ein Schadensprotokoll für die Versicherung erfordert zwingend eine offizielle Polizeiaufnahme (Atestado Policial).

Geschwindigkeitsbegrenzungen (Sofern nicht anders beschildert):

  • Innerorts: 30 km/h in Wohngebieten, Schulzonen und nahe Krankenhäusern; 40 bis 60 km/h auf städtischen Hauptverkehrsstraßen und Boulevards.
  • Außerorts: Bis zu 90–100 km/h auf ausgebauten Nationalstraßen und Schnellstraßen (wie der Panamericana).

Kontrollen & Polizeicheckpoints: Auf Überlandstraßen und an Hauptverkehrsachsen sind stationäre sowie mobile Polizeikontrollen (Control Policial) an der Tagesordnung. Halten Sie Führerschein, Fahrzeugpapiere, Personalausweis/Pass und Versicherungsnachweis (SOAT) stets griffbereit.

Pannenhilfsdienst

Peru verfügt über kein flächendeckendes, zentrales Pannenhilfenetz wie in Europa. Bei Pannen und Notfällen unterwegs hängt die Unterstützung primär vom Vermieter sowie den gebuchten Versicherungen ab:

  • Verhalten bei Mietwagenpannen: Bei Pannen, Reifenplatzern oder Unfällen mit dem Mietwagen ist immer **zuerst der Autovermieter** über die Notfall-Hotline zu kontaktieren. Lassen Sie sich bei Fahrzeugübernahme die 24-Stunden-Notfallnummer genau geben und klären Sie die Vorgehensweise ab. In größeren Städten und entlang der Panamericana organisieren die Vermieter den Abschleppdienst oder ein Ersatzfahrzeug.
  • Automobilclub touring – Automóvil Club del Perú: Der lokale Partnerclub (Touring y Automóvil Club del Perú – TACP) bietet Pannenhilfe und Services primär für eigene Mitglieder an. Für Reisende ist der Club vor allem bei der detaillierten Tourenplanung vor Ort und für das Erwerben von aktuellem Straßenkartenmaterial nützlich; das Einsatzgebiet für Pannenhilfe beschränkt sich jedoch im Wesentlichen auf die Ballungsräume Lima, Arequipa und Trujillo.
  • ADAC-Auslands-Notruf: ADAC-Mitglieder und Inhaber eines ADAC-Auslandskranken- oder Unfallschutzes können bei medizinischen Notfällen, Unfallabwicklungen, Verlust von Reisedokumenten oder rechtlichen Problemen die weltweiten Notrufnummern in Deutschland kontaktieren (rund um die Uhr erreichbar: Bei Notfällen/Erkrankungen Tel. +49 89 76 76 76; bei fahrzeugbezogenen Fragen Tel. +49 89 22 22 22).

Praxishinweise für Überlandfahrten:
Auf entlegenen Strecken im Andenhochland und im Regenwald sind Mobilfunknetz und Pannendienste nicht lückenlos verfügbar. Führen Sie auf Längeren Etappen stets ausreichend Trinkwasser, Verpflegung, ein aufgeladenes Mobiltelefon mit Powerbank sowie Grundwerkzeug/Pannenset mit.

Dokumentation

Für das Fahren eines Kraftfahrzeugs in Peru gelten für ausländische Touristen klare Vorgaben bezüglich der mitzuführenden Dokumente:

  • Nationale & Internationale Fahrerlaubnis: Der nationale Führerschein (z. B. aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz) wird für touristische Kurzaufenthalte rechtlich anerkannt (u. a. auf Grundlage internationaler Abkommen). Es wird jedoch dringend empfohlen, stets den Internationalen Führerschein (oder eine beglaubigte spanische Übersetzung) mitzuführen. Viele Mietwagenunternehmen verlangen diesen bei der Fahrzeugübergabe; Zudem erleichtert er Polizeikontrollen auf Überlandstrecken erheblich.
  • Ausweispflicht: Der Original-Reisepass (oder eine gut lesbare Kopie der Passseite inklusive des Einreisestempels bzw. des digitalen Einreisenachweises TAM) muss waehrend der Fahrt jederzeit griffbereit sein.
  • Fahrzeug- & Versicherungspapiere: Bei Fahrzeugkontrollen müssen die Zulassungsbescheinigung (Tarjeta de Propiedad), der Mietvertrag (bei Mietwagen) sowie der Nachweis der obligatorischen peruanischen Kfz-Haftpflichtversicherung (SOAT – Seguro Obligatorio de Accidentes de Tránsito) vorgelegt werden. Ohne gültige SOAT ist das Fahren in Peru strikt untersagt.

Unterwegs in der Stadt

Der städtische Nahverkehr in Peru ist von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich organisiert und reicht von modernen Massenverkehrsmitteln bis hin zu traditionell-informellen Minibussen und Dreirad-Taxis.

Nahverkehr in der Hauptstadt Lima:
Limas Verkehrssystem ist extrem dicht und umfasst sowohl moderne Hochkapazitätsnetze als auch ein weitverzweigtes Netz privater Kleinbusse:

  • El Metropolitano: Ein modernes Bus-Rapid-Transit-System (BRT) mit eiförmig getrennten Busspuren und festen Stationen mit Drehkreuzen. Die klimatisierten Gelenkbusse durchqueren die Stadt auf einer Nord-Süd-Achse von Chorrillos und Barranco über das historische Zentrum bis nach Comas/Independencia. Das System ist staufrei, schnell und verlässlich. Die Bezahlung erfolgt über eine wiederaufladbare Chipkarte (Tarjeta Metropolitano).
  • Metro de Lima (Linea 1): Eine oberirdisch verlaufende Hochbahn/U-Bahn, die derzeit den Süden und Osten Limas (von Villa El Salvador über San Borja bis nach San Juan de Lurigancho) verbindet. Die Nutzung erfolgt ebenfalls bargeldlos über eine eigene Metro-Chipkarte.
  • Stadtbusse, Combis & Colectivos: Das Rückgrat des Alltagsverkehrs bilden Tausende private Stadtbusse und Kleinbusse (Combis) sowie Sammeltaxis (Colectivos). Sie bedienen feste Strecken ohne offizielle Haltestellen; Zielorte werden oft vom Beifahrer aus der offenen Tür ausgerufen oder stehen auf der Windschutzscheibe. Sie sind extrem günstig (Einheitspreis in bar beim Einstieg oder Schaffner), erfordern aber Ortskenntnis und sind für Neuankömmlinge oft unübersichtlich.

Nahverkehr in weiteren Städten:

  • Cusco: Das historische Zentrum rund um die Plaza de Armas ist kompakt, steil und lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Viele Gassen im alten Inka-Viertel San Blas sind Fußgängerzonen oder für Autoverkehr gesperrt. Für Fahrten zu etwas außerhalb gelegenen Inka-Ruinen (wie Saqsayhuamán) oder in angrenzende Bezirke nutzen Besucher günstige Taxis oder lokale Minibusse (Combos / Microbuses).
  • Arequipa: Das UNESCO-geschützte historische Zentrum rund um die Plaza de Armas und das Santa-Catalina-Kloster ist hervorragend zu Fuß erreichbar. Für Strecken zum Aussichtspunkt Yanahuara oder zum Flughafen stehen Taxis sowie Stadtbusse zur Verfügung.
  • Iquitos (Amazonas): In der größten Dschungelstadt der Welt prägen knatternde Dreirad-Motorradtaxis (Mototaxis) das Stadtbild. Sie sind das Hauptverkehrsmittel für kurze Strecken im Stadtgebiet und bieten eine luftige, typisch amazonische Art der Fortbewegung. Die Fahrpreise sind sehr günstig und werden vor Fahrtantritt verhandelt.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Das peruanische Eisenbahnnetz dient heute primär dem Gütertransport sowie touristischen Spezialeinsätzen. Für Reisende spielen Bahnverbindungen jedoch eine herausragende Rolle – insbesondere für die Anreise nach Machu Picchu (Aguas Calientes / Machu Picchu Pueblo) sowie für Panoramarouten durch das Hochland der Anden.

1. Die Inka-Bahnstrecke nach Machu Picchu:
Da es keine Straßenverbindung nach Aguas Calientes gibt, ist die Bahn (neben Mehrtages-Trekkingtouren) der wichtigste Zugangsweg. Die Züge starten hauptsächlich in Ollantaytambo (im Heiligen Tal) sowie saisonal an den Stationen Poroy oder San Pedro bei Cusco. Zwei Bahngesellschaften bedienen diese Strecke:

  • PeruRail: Der größte Anbieter verfügt über verschiedene Komfortklassen:
    • Expedition: Der Standard-Touristenzug mit Panoramafenstern und Beinfreiheit.
    • Vistadome & Vistadome Observatory: Komfortklasse mit Rundum-Panoramafenstern, Leder-Sesseln, Bordshow (traditionelle Tänze) und Snack-Service.
    • Hiram Bingham (by Belmond): Luxuszug im Stil der 1920er-Jahre mit Speisewagen, Barwagen mit Aussichtsplattform, Gourmet-Menü und inkludiertem Eintritt/Bustransfer nach Machu Picchu.
  • Inca Rail: Die direkte Konkurrenz mit vergleichbarem Angebot auf der Strecke Ollantaytambo – Aguas Calientes (Klassen: The Voyager, The 360°, The First Class sowie der Luxuszug The Private).

Wichtiger Buchungshinweis: Zugtickets nach Machu Picchu müssen in der Hauptreisezeit (Mai bis September) zwingend mehrere Wochen bis Monate im Voraus gebucht werden. Zudem gelten strenge Gepäckbestimmungen (meist max. 5–8 kg Handgepäck pro Passagier; Hauptgepäck verbleibt im Hotel in Cusco/Ollantaytambo).

2. Panorama- & Luxuszüge im Hochland (Cusco – Puno – Arequipa):

  • PeruRail Titicaca: Ein historisch inspirierter Panoramazug, der die spektakuläre Tagesstrecke von Cusco über das peruanische Altiplano und den La-Raya-Pass (4.319 m) nach Puno am Titicaca-See zurücklegt (Fahrzeit ca. 10,5 Stunden; inkl. Drei-Gänge-Menü und Aussichtswagen).
  • Belmond Andean Explorer: Der erste Luxus-Schlafwagenzug Südamerikas. Er verkehrt auf mehrtägigen Routen zwischen Cusco, Puno (Titicaca-See) und Arequipa. Die Reise bietet privaten Suiten-Komfort, Spa-Wagen und exklusive Ausflüge durch die Hochanden.

3. Die Zentralbahn (Ferrocarril Central del Perú):
Eine der höchsten Normalspur-Eisenbahnstrecken der Welt führt von Lima über den Ticlio-Pass (4.818 m) nach Huancayo. Der Passagierzug (Tren Macho / Ferrocarril Central) verkehrt jedoch nur an wenigen ausgewählten Feiertagen im Jahr als touristische Sonderfahrt.

Unterwegs mit dem Schiff

Der Wasserverkehr ist in zwei Hauptregionen Perus ein unverzichtbares Transportmittel: im unwegsamen Amazonastiefland, wo Flüsse die Schienen und Straßen ersetzen, sowie auf dem Titicaca-See im Andenhochland.

1. Flussreisen im Amazonasbecken:
Da Städte wie Iquitos nicht an das peruanische Straßennetz angeschlossen sind, erfolgt der gesamte Personen- und Warentransport über die verzweigten Flusssysteme (Amazonas, Ucayali, Marañón):

  • Schnellboote (Lanchas Rápidas / Ferries): Verbinden regionale Zentren in deutlich kürzerer Fahrzeit. So verkehren modernere Fähren (wie vom Consorcio Fluvial del Amazonas / Ferry Amazonas) auf der Route von Iquitos über Caballococha bis ins Dreiländereck nach Santa Rosa / Leticia (Kolumbien) und Tabatinga (Brasilien) in etwa 10 bis 12 Stunden. Auch Verbindungen zwischen Iquitos und Nauta oder Yurimaguas werden regelmäßig bedient.
  • Fracht- & Passagierschiffe (Lanchas): Die großen mehrstöckigen Holz- und Stahlfrachter bieten die klassische, entschleunigte Form des Flussreisens.
    • Pucallpa – Iquitos: Mehrmals wöchentlich verkehren Frachtschiffe auf dem Río Ucayali zwischen Pucallpa und Iquitos (Fahrzeit: je nach Wasserstand ca. 3 bis 5 Tage).
    • Yurimaguas – Iquitos: Eine beliebte Route über den Río Huallaga und Marañón nach Iquitos (Fahrzeit: ca. 3 bis 4 Tage).
    • Unterkunft & Ausstattung: Passagiere reisen in der Regel in selbst mitgebrachten Hängematten auf dem offenen Deck (Pasaje en Hamaca); einfache Kabinen stehen nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung. Simple Mahlzeiten sind im Fahrpreis enthalten, die Mitnahme eigener Trinkwasservorräte ist unerlässlich.
  • Lodge- & Exkursionsboote: Überland- und Dschungellodges im Tambopata-Nationalreservat (Puerto Maldonado) oder rund um den Pacaya-Samiria-Nationalpark nutzen eigene motorisierte Holzboote (Peke-Pekes) für den Gästetransfer.

2. Schifffahrt auf dem Titicaca-See:
Der Titicaca-See ist auf 3.812 m Höhe der höchste schiffbare See der Welt. Der Schiffsverkehr konzentriert sich auf den Haupt-Ausgangshafen **Puno**:

  • Ausflugs- & Passagierboote ab Puno: Von Puno aus steuern täglich Motorboote die berühmten schwimmenden Schilfinseln der Uros sowie die Felsinseln Taquile und Amantaní an. Neben Standard-Motorbooten werden auch schnellere Katamarane und Schnellboote angeboten.
  • Grenzüberschreitender Schiffsverkehr nach Bolivien: Für die Überquerung der Grenze nach Copacabana (Bolivien) kombinieren die meisten Reisenden Busfahrten entlang des Ufers mit Bootstouren zur Sonneninsel (Isla del Sol). Tragflügelboote und Ausflugsboote bedienen den grenzüberschreitenden Seeweg von Puno nach Copacabana.

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung im Lande ist nur in teuren Privatkliniken mit Europa zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und / oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Medizinische Behandlungen müssen sofort bezahlt werden.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Schutzimpfung gegen Gelbfieber wird allen Reisenden empfohlen, die älter als neun Monate sind, und in die folgenden Regionen unterhalb einer Höhe von 2300 m reisen: Amazonas, Loreto, Madre de Dios, San Martín, Ucayali, Puno, Cusco, Junín, Pasco, Huánuco, hoher Norden von Apurímac, hoher Norden von Huancavelica, Norden und Nordosten von Ayacucho und der Osten von Piura.

[2] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.

[3]
Typhus kommt vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[4]
Regional kann ein hohes Malariarisiko herrschen. Das betrifft v.a. die Provinzen Loreto, San Martín und Amazonas). Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica) überwiegt. Die übrigen Regionen haben ein sehr geringes oder kein Malaria-Risiko. Lima und das Anden-Hochland sind malariafrei.
Ausreichenden Schutz bieten langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel. In den Grenzgebieten zu den Nachbarländern empfiehlt sich zusätzlich eine Notfallmedikation.

[5] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

[6] Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Amazonasgebiet von Peru kam es nach Bissen von Fledermäusen zu Tollwuterkrankungen mit tödlichem Ausgang bei der einheimischen Bevölkerung dieser entlegenen Gegend. Reisende, die sich länger dort aufhalten, sollten eine Tollwutimpfung in Betracht ziehen.

Essen und Trinken

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Daher ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Trinkwasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber, es können jedoch u. U. leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Das Trinkwasser außerhalb der größeren Städte sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.
 
Milch ist nicht pasteurisiert. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollte man außerhalb der Städte meiden. Fleisch- und Fischgerichte sollten gut durchgekocht und heiß serviert werden. Den Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte man vermeiden. Gemüse nur gekocht und Obst geschält essen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.
 

Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. 

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die landesweit vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

Fleckfieber tritt v.a. in den Slums in höheren Lagen auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

HIV/Aids eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

In Lagen über 2500 m tritt häufiger die gelegentlich auch tödlich endende Höhenkrankheit durch zu schnellen Aufstieg auf. Sie wird meist erst nach 24 Stunden oder später in der Höhe bemerkbar. Symptome sind schlechter Schlaf, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftknappheit. Verschwinden die Symptome nicht durch eine längere Pause, sollte unter eine Höhe von 2000 m abgestiegen werden.

Durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor und kann durch Insektenschutz vermieden werden.

Das durch Stechmücken und Stechgnitzen übertragene Oropouche-Fieber kommt überwiegend in den Departamentos Madre de Dios, Cusco, San Martín, Cajamarca, Loreto und Ayacucho vor. Bislang gibt es gegen Oropouche-Fieber weder eine Impfung noch im Erkrankungsfall eine Therapie. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
 

Geld

Währung

Die offizielle Landeswährung Perus ist der Sol (Plural: Soles; Wäährungskürzel: S/; ISO-Code: PEN). Ein Sol ist unterteilt in 100 Céntimos.

Denominationen (Stückelung) im Umlauf:

  • Banknoten: Werden in den Werten **10, 20, 50, 100 und 200 Soles** ausgegeben. Sicherheitshinweis: Scheine im Wert von 100 und 200 Soles werden von kleinen Händlern, Taxifahrern und auf Märkten wegen Falschgeldangst und fehlendem Wechselgeld oft abgelehnt. Führen Sie für den Alltag vor allem 10-, 20- und 50-Soles-Scheine mit.
  • Münzen: Werden im Wert von **1, 2 und 5 Soles** sowie **10, 20 und 50 Céntimos** genutzt. (Die früheren Münzen zu 1 und 5 Céntimos wurden von der Zentralbank aus dem Verkehr gezogen; Rechnungsbeträge bei Barzahlung werden im Supermarkt in der Regel zugunsten des Käufers auf die nächsten 10 Céntimos gerundet).

Nutzung von US-Dollar & Euro in Peru:

  • US-Dollar (USD): Wird in touristischen Zentren, gehobenen Hotels, Reiseagenturen, Mietwagenstationen und für Fernbus- oder Flugtickets weitgehend als paralleles Zahlungsmittel akzeptiert. In einfachen Geschäften, auf Märkten und bei Taxifahrten muss jedoch ausnahmslos in Soles bezahlt werden. Wichtig: US-Dollar-Scheine werden nur angenommen, wenn sie **völlig unbeschädigt** sind (keine Risse, Knicke, Stempel oder Beschriftungen).
  • Euro (EUR): Kann in Großstädtischen Wechselstuben (Casas de Cambio) problemlos in Soles umgetauscht werden, dient im Alltag jedoch nicht als direktes Zahlungsmittel.

Geldwechsel & Warnung vor Falschgeld:

  • Wechselmöglichkeiten: Der Geldwechsel sollte primär in offiziellen Wechselstuben (Casas de Cambio) oder bei Banken erfolgen. Von fliegenden Straßenwechslern (Cambistas) wird aus Sicherheitsgründen abgeraten.
  • Falschgeldkontrolle: In Peru ist Falschgeld im Umlauf. Prüfen Sie erhaltenes Wechselgeld stets auf die Sicherheitsmerkmale (Wasserzeichen, Farbwechsel-Tinte, Reliefdruck). Es ist in Peru völlig normal und akzeptiert, Geldscheine vor den Augen des Verkäufers genauer zu kontrollieren oder beschädigte Scheine abzulehnen.

Kreditkarten

Die Akzeptanz von bargeldloser Kartenzahlung hat in Peru in den letzten Jahren stark zugenommen. Dennoch unterscheidet sich die Nutzungsmöglichkeit drastisch zwischen städtischen Zentren und ländlichen Regionen.

Akzeptanz & Kartenarten:

  • Akzeptierte Karten: **Visa** ist das mit Abstand am weitesten verbreitete Kartensystem in Peru, dicht gefolgt von **Mastercard**. Karten von *American Express* und *Diners Club* werden vor allem in gehobenen internationalen Hotelketten und Luxusrestaurants akzeptiert, ansonsten jedoch seltener angenommen.
  • Einsatzbereiche: In Hotels, gehobener Gastronomie, Supermärkten, Mietwagenstationen, Museen und größeren Einzelhandelsgeschäften in Lima, Cusco, Arequipa und Trujillo ist die Kartenzahlung problemlos möglich. Auch kontaktloses Bezahlen (NFC, Apple Pay, Google Pay) verbreitet sich in den Ballungsräumen rasch.
  • Bargeldpflicht für Kleinbeträge & ländliche Regionen: Auf lokalen Märkten, in kleinen Familienrestaurants (Chifas / Picanterías), bei Taxifahrten, in kleinen Lebensmittelgeschäften (Bodegas), in Dschungel-Lodges sowie für Beträge unter ca. 20 Soles ist Bargeld weiterhin unverzichtbar.

Praxishinweis: In manchen kleineren Geschäften oder Restaurants wird bei Kartenzahlung ein Aufschlag von 3 bis 8 % verlangt oder eine Mindestzahlungssumme vorausgesetzt. Es empfiehlt sich daher, sich vor der Bestellung bzw. dem Kauf zu erkundigen.

Geldautomaten

Die Versorgung mit Bargeld an Geldautomaten (Cajeros Automáticos) ist in allen großen Städten wie Lima, Cusco, Arequipa und Trujillo sowie in den touristischen Hauptzentren problemlos möglich. Hauptbetreiber von Geldautomatennetzen sind etablierte peruanische Banken wie BCP (Banco de Crédito del Perú), BBVA, Interbank und Scotiabank.

Nutzung von Bank- & Kreditkarten am Automaten:

  • Kreditkarten (Visa & Mastercard): International gültige Kreditkarten (inkl. PIN) sind das zuverlässigste Zahlungsmittel für Bargeldabhebungen in Peru und werden an nahezu allen Geldautomaten akzeptiert. Karten von American Express und Diners Club werden seltener unterstützt.
  • Debitkarten (Visa Debit & Debit Mastercard): Die von Banken herausgegebenen Debitkarten (z. B. Visa Debit oder Debit Mastercard) funktionieren an allen Geldautomaten mit dem entsprechenden Logo sehr zuverlässig.
  • Ehemalige Girocard / Maestro / V-Pay: Bankkundenkarten mit Maestro- oder V-Pay-Symbol werden an peruanischen Geldautomaten nur noch sehr eingeschränkt oder gar nicht akzeptiert. Reisende sollten sich nicht allein auf eine klassische Girocard verlassen, sondern stets mindestens eine physische Kredit- oder internationale Debitkarte mitführen.

Gebühren, Währungsauswahl & Sicherheitshinweise:

  • Fremdgebühren der Automatenbetreiber: Fast alle peruanischen Banken erheben bei Abhebungen mit ausländischen Karten eine eigene Automatengebühr (in der Regel ca. **15 bis 25 Soles** pro Transaktion). Diese Fremdgebühr fällt zusätzlich zu etwaigen Gebühren der Heimatbank an. Größere Einzelabhebungen reduzieren den verhältnismäßigen Kostenanteil.
  • Option für US-Dollar: Zahlreiche Geldautomaten in Peru bieten vor der Auszahlung die Wahl zwischen peruanischen **Soles (PEN)** und **US-Dollar (USD)** an.
    • Wichtige Falle vermeiden (DCC – Dynamic Currency Conversion): Wählen Sie am Automaten-Bildschirm bei der Abrechnungsfrage **immer die Abrechnung in der Lokalwährung (Soles)** und lehnen Sie die direkte Umrechnung in Euro ab, da der vom Automaten angebotene Wechselkurs drastisch schlechter ist.
  • Geldversorgung im ländlichen Raum: In kleineren Ortschaften, Bergdörfern oder im Dschungel gibt es oft keine Geldautomaten, oder diese sind temporär außer Betrieb/leer. Führen Sie für Ausflüge außerhalb der Hauptstädte stets ausreichend Bargeld in Soles mit.
  • Sicherheit beim Geldabheben: Nutzen Sie vorzugsweise Geldautomaten, die sich **innerhalb von Bankfilialen**, Einkaufszentren oder Hotels befinden (idealerweise während der Öffnungszeiten). Vermeiden Sie freistehende oder schlecht beleuchtete Automaten auf der Straße sowie Abhebungen bei Dunkelheit.

Tipp vor der Reise: Informieren Sie Ihre Bank vor der Abreise über Ihren Peru-Aufenthalt, um vorsorgliche Kartensperrungen wegen Sicherheitsüberprüfungen (Fraud Protection) bei Auslandszahlungen zu vermeiden.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-17.00/18.00 Uhr, z. T. auch Sa 09.00-13.00 Uhr. Im Sommer können die Öffnungszeiten etwas abweichen.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen. Deklarationspflicht bei Ein- und Ausfuhr von Beträgen im Gegenwert von über 10.000 US$.

Währungen

Sprache

Überblick

Amtssprachen sind Spanisch und Quechua. Aymará wird teilweise gesprochen. In zahlreichen Urlaubsgebieten spricht man auch Englisch.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Peru eingeführt werden:
20 Packungen Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (Personen über 18 J.);
3 Flaschen alkoholische Getränke (insgesamt nicht mehr als 3 l) (Personen über 18 J.);
Toilettenartikel und Medikamente für den persönlichen Bedarf.
Reisegut und Geschenke dürfen den Gesamtwert von 500 US$ nicht übersteigen.

Pro Reisenden bis zu eins der folgenden Elektrogeräte: Rasierer, Taschenrechner, Radio, Videokamera, Tablet etc.

Pro Reisenden bis zu zwei der folgenden Elektrogeräte: Mobiltelefon, Fotoapparat etc.

Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen.

Verbotene Importe

Bei der Einreise nach Peru gelten strenge zollrechtliche Bestimmungen für mitgeführte Waren und Gegenstände des persönlichen Bedarfs.

Einfuhrverbote (Verbotene Gegenstände):

  • Betäubungsmittel & Drogen: Die Einfuhr von Betäubungsmitteln, Drogen sowie deren chemischen Vorprodukten und Derivaten ist strengstens verboten und wird strafrechtlich extrem hart verfolgt.
  • Plagiate & Raubkopien: Die Einfuhr von gefälschten Markenwaren, Plagiaten sowie raubkopierten Medienprodukten ist untersagt.
  • Gefährliche Stoffe & Waffen: Explosivstoffe, Chemikalien sowie ungenehmigte Waffen und Munition unterliegen strikten Verboten bzw. sondergenehmigungspflichtigen Einfuhrauflagen.
  • Kulturgüter & geschützte Arten: Die Einfuhr (und Ausfuhr) geschützter wildlebender Tier- und Pflanzenarten (CITES) sowie historischer Kulturgüter ohne behördliche Sondergenehmigung ist verboten.

Zollinformationen & Behördenkontakt:

Die genauen Freimengen für eingenommenes Reiselagut (z. B. Bargeld ab 10.000 US-Dollar Deklarationspflicht, Elektronikgeräte, Tabak und Alkohol) sowie aktuelle Bestimmungen können direkt bei der peruanischen Steuer- und Zollbehörde oder den zuständigen Auslandsvertretungen eingesehen werden:

Superintendencia Nacional de Aduanas y de Administración Tributaria (SUNAT)
Internet: https://www.sunat.gob.pe/

Verbotene Exporte

Bei der Ausreise aus Peru gelten streng kontrollierte gesetzliche Ausfuhrverbote für nationale Kultur- und Naturreise-Güter. Verstöße werden von den Zoll- und Polizeibehörden hart geahndet und stellenweise strafrechtlich verfolgt.

Strikte Ausfuhrverbote (Verbotene Exportgüter):

  • Kulturgüter & Archäologische Artefakte: Die Ausfuhr von präkolumbianischen Artefakten, Funsstücken, Keramiken, Textilien, Fossilien sowie religiösen und kolonialzeitlichen Kunstgegenständen ist nach der peruanischen Gesetzgebung (Patrimonio Cultural de la Nación) ohne eine explizite Genehmigung des peruanischen Kulturministeriums (Ministerio de Cultura) **strikte untersagt**. An Ausreiseorten (z. B. Flughafen Lima-Callao) finden strenge Kontrollen durch Spezialkräfte statt.
  • Geschützte Flora & Fauna (CITES): Die Ausfuhr von frei lebenden Tieren, Pflanzen sowie daraus hergestellten Produkten (z. B. Federn, Tierhäute, Schmetterlinge, Holzarten, Muscheln, Korallen oder Kakteen) ist ohne offizielle Ausfuhrgenehmigungen der peruanischen Forst- und Wildtierbehörde (SERFOR / PRODUCE) bzw. entsprechende CITES-Zertifikate verboten.
  • Betäubungsmittel & Drogen: Die Ausfuhr von Drogen und Rauschmitteln jeglicher Art ist ausnahmslos verboten. Wichtiger Hinweis zu Kokablättern: Während der Konsum von Kokatee (Mate de Coca) oder das Kauen von Kokablättern in Peru legal ist, ist die Mitnahme und Ausfuhr von unverarbeiteten Kokablättern sowie Kokaprodukten nach Deutschland, Österreich, in die Schweiz und viele weitere Staaten strafbar (Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz).

Behördeninformationen vor der Abreise:

Detaillierte und aktuelle Ausfuhrbestimmungen können direkt bei der peruanischen Steuer- und Zollbehörde sowie den konsularischen Vertretungen erfragt werden:

Superintendencia Nacional de Aduanas y de Administración Tributaria (SUNAT)
Internet: https://www.sunat.gob.pe/

Weitere Informationen sind vom peruanischen Zoll erhältlich. 

Kommunikation

Telefon

Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 0051.

Mobiltelefon

Die Mobilfunkabdeckung in Peru ist in den städtischen Zentren, entlang der Küste und auf den Hauptverkehrsachsen sehr gut ausgebaut. In Großstädten steht in der Regel schnelles 4G/4G+ und in Teilen von Lima bereits 5G zur Verfügung.

Mobilfunkbetreiber & PrePaid-SIM-Karten:

  • Hauptanbieter: Die führenden Netzbetreiber im Land sind Claro Perú, Movistar Perú, Entel Perú und Bitel. Claro und Movistar verfügen in der Regel über die flächendeckendste Abdeckung im Hochland und im Hinterland.
  • Erwerb & Registrierung: PrePaid-SIM-Karten (Chips Prepago) sind an den internationalen Flughäfen (z. B. Lima), in offiziellen Filialen der Betreiber sowie in autorisierten Geschäften erhältlich. Für die gesetzlich vorgeschriebene Registrierung der SIM-Karte ist das **Vorlegen des Original-Reisepasses** zwingend erforderlich. Auch die Nutzung von eSIMs ist vorab online oder vor Ort möglich.
  • Guthaben aufladen (Recargas): PrePaid-Datenpakete sind preiswert und lassen sich in fast allen Supermärkten, Apotheken (z. B. Inkafarma, Mifarma), Kiosken (Bodeags) und Tankstellen problemlos auffüllen.

Netzabdeckung in abgelegenen Regionen & Dschungel-Lodges:

  • Anden & Trekkingrouten: In abgelegenen Hochlandregionen, auf Gebirgsstraßen sowie auf Mehrtages-Trekkingrouten (wie Teilen des Inka-Trails oder der Cordillera Blanca) ist der Empfang stark eingeschränkt oder nicht vorhanden. Auch direkt auf dem Areal von Machu Picchu schwankt das Signal stadt- und geländeabhängig. Für Notfälle nutzen professionelle Trekking-Guides auf abgelegenen Routen Satelliten-Kommunikationsgeräte.
  • Amazonasbecken: Außerhalb der größeren Fluss-Städte (wie Iquitos oder Puerto Maldonado) bricht das Mobilfunknetz im Dschungel schnell ab. Viele Abenteuer- und Natur-Lodges betreiben Stromgeneratoren oder Solaranlagen nur zu bestimmten Tageszeiten und bieten bewusst keinen oder nur sehr eingeschränkten Mobilfunk- und WLAN-Empfang an.

Internet

Der Zugang zum Internet über WLAN (Wi-Fi) ist in den touristischen Regionen und städtischen Zentren Perus weit verbreitet und für Reisende problemlos nutzbar.

Verfügbarkeit & Verbindungsqualität nach Regionen:

  • Lima & Küstenstädte: In den Hauptbezirken Miraflores, San Isidro und Barranco sowie in den meisten Hotels, Hostels, Restaurants und Cafés steht schnelles, meist kostenloses WLAN zur Verfügung. Die Bandbreite ist in der Regel stabil und eignet sich gut für Videocalls, Streaming und digitales Arbeiten. Zudem bieten viele Stadtverwaltungen kostenlose öffentliche WLAN-Hotspots auf zentralen Plätzen (Plazas de Armas) an.
  • Cusco & Heiliges Tal: Im historischen Zentrum von Cusco und in den Orten des Heiligen Tals bieten fast alle Unterkünfte und zahlreichen Gastronomiebetriebe freien Internetzugang. Direkt auf dem Areal der Inka-Stätte Machu Picchu ist der Empfang aufgrund der tiefen Kessellage im Nebelwald jedoch extrem stark eingeschränkt oder gar nicht vorhanden.
  • Ländliche Regionen & Regenwald: In kleineren Ortschaften im Andenhochland beschränkt sich der Festnetz-Internetzugang oft auf einfache Internetcafés (Cabinas de Internet) oder einfache Gemeindeanschlüsse. In Dschungel-Lodges im Amazonasbecken wird der Internetzugang häufig bewusst minimiert oder gar nicht angeboten.

Tipp für unterwegs: Wer während Rundreisen und auf Überlandstrecken auf eine durchgehende Verbindung angewiesen ist, fährt mit einer lokalen PrePaid-SIM-Karte inklusive Datenpaket am zuverlässigsten.

Post

Post nach Europa ist bis zu zwei Wochen unterwegs. Außerhalb Limas ist die Post weniger zuverlässig. Öffnungszeiten des Hauptpostamtes in Lima: Mo-Sa 08.00-18.00 Uhr sowie So 08.00-12.00 Uhr.

Medien

Peru verfügt über eine sehr vielfältige, lebendige und dynamische Medienlandschaft, die sich aus nationalen sowie regionalen Tageszeitungen, privaten und öffentlichen Fernsehsendern, einem dichten Radionetz sowie stark genutzten digitalen Nachrichtenportalen zusammensetzt.

Printmedien & Tageszeitungen:

  • Tageszeitungen: Zu den einflussreichsten und auflagenstärksten qualitativen Tageszeitungen des Landes gehören El Comercio (eine der ältesten Zeitungen Südamerikas) und La República. Daneben prägen auflagenstarke Boulevardzeitungen das Straßenbild – allen voran Trome, die zu den meistgelesenen Zeitungen Lateinamerikas zählt. Für Wirtschaftsnachrichten ist die Tageszeitung Gestión führend.
  • Internationale Presse: Internationale Magazin- und Zeitungsausgaben sind in der Regel nur in spezialisierten Buchhandlungen oder an den internationalen Flughäfen verfügbar.

Rundfunk, Fernsehen & Digitale Medien:

  • Fernsehen: Die Fernsehlandschaft wird von kommerziellen Sendern wie América Televisión, Latina Televisión und ATV beherrscht. Der Nachrichtensender Canal N (Pay-TV) gilt als führend in der laufenden Berichterstattung. Für Kultur- und Bildungsprogramme steht der staatliche Sender TV Perú. In den meisten gehobenen Hotels sind internationale Nachrichtensender (wie CNN, BBC World, Deutsche Welle) über Kabel- oder Satellitenfernsehen zu empfangen.
  • Hörfunk (Radio): Radio ist insbesondere in den ländlichen Regionen der Anden und des Amazonasbeckens das wichtigste Informationsmedium im Alltag. Führend ist das Netz RPP (Radio Programas del Perú). Neben Spanisch wird im Hochland und Dschungel auf zahlreichen Lokalstationen auch in indigenen Sprachen wie **Quechua** und **Aymara** gesendet.
  • Digitalmedien & Soziale Netzwerke: In städtischen Gebieten beziehen viele Peruaner ihre Nachrichten primär über Smartphones, soziale Netzwerke und digitale Nachrichtenportale (wie El Búho, IDL-Reporteros oder Epicentro TV).

Pressefreiheit: Die Verfassung garantiert grundsätzlich die Presse- und Meinungsfreiheit in Peru. Die Medienlandschaft agiert kritisch und debattenfreudig, wenngleich Journalismusorganisationen vereinzelt auf wirtschaftliche Konzentrationstendenzen und politischen Einfluss auf Redaktionen hinweisen.

Radio

Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet in Peru empfangen.

Einkaufen

Überblick

Wollsachen und Teppiche aus Alpaca- und Lamawolle, Masken, handgewobene Ponchos und Nachbildungen alter Inka-Schmuckstücke, Artikel aus Silber, Gold, Leder und Holz.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Sa 10.00-13.00 und 16.00-20.00 Uhr.

Kulinarisches

Übersicht

Beim Würzen wird besonders großzügig mit Aji und Ajo (Pfeffer und Knoblauch) umgegangen. Ceviche ist eine einheimische Spezialität (in Zitronensaft marinierter roher Fisch, der mit Maiskolben, Kartoffeln und Zwiebeln gegessen wird); wegen der Cholera-Gefahr sollte man jedoch auf den Genuss dieser Delikatesse verzichten. Escabeche ist eine Vorspeise aus gekochtem Fisch, die kalt gegessen und mit Pfefferschoten und Zwiebeln garniert wird. Corvina (Seebarsch) wird verschiedenartig zubereitet. Jakobsmuscheln (Conchitas), Miesmuscheln (Choros) und Krabben (Camarones) sind ebenfalls zu empfehlen. Chupe de Camarones ist ein Eintopf aus Krabben, Milch, Eiern, Kartoffeln und Pfefferschoten. Weitere Spezialitäten sind Sopa Criolla (stark gewürzte Suppe mit Rindfleisch und Nudeln), Aji de Gallina (Hühnerfleisch in pikanter Sahnesoße), Anticuchos (südamerikanischer Kebab) und Lomo Saltado (Rindfleischstücke mit Zwiebeln und Paprikaschoten, gedünstet und mit Bratkartoffeln und Reis angerichtet). Reis und Kartoffeln sind die Beilagen fast aller Gerichte. In den Hotels und Restaurants wird am Tisch bedient.

Getränke:
Einheimische Biere sind ausgezeichnet. Pisco Sour wird aus einem kräftigen Weinbrand hergestellt und ist ein beliebtes einheimisches Getränk. Chicha de Jora (fermentiert) und Chicha Morada (alkoholfrei) sind Getränke, die schon bei den Inkas beliebt waren.

Kultur

Religion

81,3 % Katholiken. Protestantische Minderheit sowie Anhänger von Naturreligionen.

Soziale Verhaltensregeln


Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Das Leben verläuft geruhsam, und die Peruaner begründen ihre Unpünktlichkeit lachend mit La Hora Peruana - die peruanische Zeit.

Kleidung: Legere Kleidung wird akzeptiert, am Abend zieht man sich allerdings etwas festlicher an. Zahlreiche Geschäftsleute tragen im Sommer Guayaberas (traditionelle Hemden ohne Krawatte). Shorts und Badebekleidung gehören an den Strand.

Trinkgeld: Rechnungen enthalten i. Allg. 15% für Bedienung. Ein zusätzliches Trinkgeld in Höhe von 5% wird erwartet. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.

Landesdaten

Vorwahl

+51

Fläche(qkm)

1,285,216

Bevölkerung

34.6 million

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

27

Bevölkerung im Jahr

2025

Mitglied der EU

No

Hauptnotrufnummer

117